Das Sportgelände des TSV Ebermannstadt ist künftig mit einem hochwertigen Defibrillator ausgestattet. Gesponsert wird das medizinisch-technische Gerät von den beiden Notärzten Christian Glaser und Martin Günter, die in Ebermannstadt eine Gemeinschaftspraxis betreiben.

Die Intention zur Anschaffung holte sich Fußball-Jugendleiter Franz Bezold, der während einer Vereinsvertretersitzung mit der Tatsache konfrontiert wurde, dass sämtliche Turnhallen im Landkreis Forchheim über ein solches Gerät, das im Notfall Leben retten kann verfügen. "Warum haben wir so etwas auf unserem Sportgelände nicht?", lautete daher die Frage eines Jugendtrainers.

Bezold wandte sich wegen der Beschaffung an Günter, dessen Sohn einst bei ihm Fußball spielte. Der Mediziner beriet Bezold und einigte sich daraufhin mit seinem Praxiskollegen Glaser, dem Verein ein Gerät nach ihren Vorstellungen zu sponsern. Beide Mediziner bekunden mit der Spende die Verbundenheit mit dem lokalen Sportverein, denn sämtliche fünf Kinder der beiden Ärzte sind beim TSV aktiv.

Glaser wies bei der Übergabe darauf hin, dass in Bayern der Rettungsdienst im Durchschnitt elf Minuten benötigt, um am Einsatzort zu sein. In diesem Wert ist aber auch die Stadt München berücksichtigt, die aufgrund ihrer medizinischen Versorgung wesentlich kürzere Anfahrtswege hat. In ländlich geprägten Regionen dauere es im Regelfall wesentlich länger. Um so wichtiger sei es, dass ein Defibrillator einsatzbereit in der Nähe ist.

Das Gerät, das einen Wert von 1800 Euro hat, wird im Eingangsbereich zu den Umkleideräumen aufgestellt und steht im Notfall auch während des Sportbetriebes der Schulen zur Verfügung. Bezold nahm das Gerät gemeinsam mit dem Zweiten Vorsitzenden Wolfgang Dürrbeck in Empfang. red