Wie lässt sich das Bogenschießen aus pädagogischer Sicht in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen einsetzen? Dieser und weiteren Fragen stellten sich am vergangenen Wochenende acht Jugendleiter am Jugendbildungshaus am Knock. Angeboten wurde das zweitägige Seminar von Christian Scherfenberg von der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Bamberg zusammen mit Referenten Oliver Schulz-Mayr.

Am Freitag lernten die Teilnehmer den Umgang mit ihrem Sportgerät kennen. Die Jugendlichen und jungen Erwachsen erfuhren, dass es beim intuitiven Schießen ohne Visier und Zielvorrichtungen vor allem auf das Gefühl ankommt. Der Sicherheit wurde bei dieser Fortbildung das größte Augenmerk zugesprochen. Neben der verpflichtenden Schutzausrüstung wurde besonderer Wert auf die korrekt eingenommene Schusshaltung gelegt, um Verletzungen zu vermeiden.

"Nur wer selber ein guter und sicherer Schütze ist, kann den Umgang mit Pfeil und Bogen sinnvoll an andere weitergeben", ist sich Schulz-Mayr sicher.

Nach einem kurzen geschichtlichen Überblick über das Bogenschießen am Freitagabend, ließen die Teilnehmer den Tag am Lagerfeuer ausklingen. Am Samstagmorgen ging es dann um den Aufbau eines Schießplatzes und die Anleitung der teilnehmenden Gruppe. Die Teilnehmer erörterten Herausforderungen, die Gruppen junger Menschen bieten, und besprachen Lösungsansätze mit Oliver Schulz. Tipps und Kniffe standen genauso auf dem Programm, wie ein kurzer Abriss über die Materialkunde. Der verbleibende Samstag wurde dazu genutzt, verschiedene pädagogische Methoden und Ansätze, die beim Bogenschießen Anwendung finden können, auszuprobieren. Wettkampfspiele können das Gruppengefühl der gegeneinander antretenden Teams stärken und die Konzentration fördern.

"Besonders der Fokus auf sich selbst und die Ruhe während des Zielens sorgten dafür, dass sich Personen ganz bewusst mit sich auseinandersetzen. Weil das Bogenschießen gleichzeitig schnell zu erlernen ist, eignet es sich sehr gut für die Arbeit nicht nur mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, sondern vor allem auch mit Kindern", so Scherfenberg.

Es überrascht also nicht, dass die Teilnehmer als wichtigste Erfahrung des Wochenendes die Achtsamkeit mit sich und für andere erkannten. red