Etwas Mut gehört schon dazu: Zahlreiche Abenteuerlustige und Wander-Freunde waren Tag und Nacht unterwegs, um die Landschaft rund um Plech in der Fränkischen Schweiz zu erkunden. Viele von ihnen sogar 24 Stunden lang. Ausgerüstet mit Rucksäcken und Wanderstöcken machten sich dutzende Menschen auf den Weg. Eine Outdoor-Marke hatte zu diesem Natur-Erlebnis eingeladen.
Die Teilnehmer der "Columbia-24-H-Wanderlust" hätten unterschiedlicher nicht sein können, Menschen im Alter von 23 bis 84 waren angereist. "Das ist eine tolle Gelegenheit, um die Heimat von einem neuen Blickwinkel zu erkunden", waren sich zwei Einheimische einig. So bunt gemischt wie die Teilnehmer waren auch die Erwartungen an die Wanderung. Für einige war klar: Es wird 24 Stunden gewandert, die ganzen 82 Kilometer - wenn es sein muss, bis zum persönlichen Limit. Für andere stand der Natur-Genuss im Vordergrund, wenn nötig mit Pausen und Abkürzungen.
"Ich bin langsam und deswegen gerne alleine unterwegs", sagte eine Teilnehmerin, als sie an einer Verpflegungsstation ankam. "Ich nehme mir bewusst viel Zeit - es gibt so viel zu sehen und ich habe tolle Fotos gemacht." Knapp 50 der Teilnehmer starteten am Samstag ab 21 Uhr mit Stirnlampen in die Nachtetappe.
Bei der Veranstaltung sollen die Wanderer die Region mit all ihren Besonderheiten erleben. Auf der ersten Strecke ging es vorbei an wunderschön sanierten Fachwerkhäusern und in die Höhlenwelt der Fränkischen Schweiz. Ein Höhepunkt war die Geislochhöhle. Spannend wurde es auf dem Eibgrat, einem Felsensteig mit engen Spalten und Wurzeln. Auf der Nachtetappe führte der Weg durch den Veldensteiner Forst. Wer wollte, konnte noch einen Abstecher zu den Kammerweihern machen. Auch auf dem letzten Abschnitt gab es einmalige Ein- und Ausblicke in die Fränkische, etwa vom Gerhardsfelsen. ekr