In nahezu allen Bereichen hat die Sparda-Bank Coburg im vergangenen Jahr Zuwächse erzielt. Bei der Bilanzpressekonferenz konnten Markus Lehnemann, Vorstandsmitglied bei der Sparda-Bank Nürnberg, und Stephan Kunz, Vertriebsleiter in Coburg, zufrieden die Zahlen vorstellen. Wegen der Corona-Pandemie fand das Gespräch als Telekonferenz statt. Und eben diese Pandemie macht den Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr schwierig bis unmöglich. Nach den Worten von Markus Lehnemann bedeutete das Virus "eine Vollbremsung". Im Gegensatz zur Finanzkrise des Jahres 2008 "reagierten die Privatanleger aber nicht panisch". Wie sich die Zinsen entwickeln werden, sei ebenfalls vom Verlauf und der Dauer der Pandemie abhängig.

Im Jahr 2019 erlebte das Kreditgeschäft der Sparda-Bank, und hier in erster Linie die Baufinanzierung, einen regelrechten Boom. Das Volumen der neu ausgereichten Baufinanzierungskredite lag zum Jahresende 2019 mit 17,6 Millionen Euro noch mal über dem bereits hohen Vorjahresniveau (plus 78 Prozent). "Die erfreuliche Entwicklung der vergangenen Jahre in unserem Kerngeschäftsfeld zeigt, welche wichtige Rolle die Sparda-Bank in der Region bei der Finanzierung von privatem Wohneigentum spielt", so Markus Lehnemann. Er räumt hier einen Sondereffekt ein, da die Sparda-Bank 2019 in Coburg die Finanzierung einer Wohnungsbaugenossenschaft übernehmen konnte. Bei den Privatkrediten hat das Volumen der Neuzusagen weiter zugelegt und stieg von 1,4 Millionen Euro 2018 auf 1,9 Millionen Euro 2019 (plus 31,2 Prozent). Der gesamte Kreditbestand wies ein Plus von 6,5 Prozent auf und betrug zum Jahresende 96,1 Millionen Euro (2018: 90,2 Millionen Euro).

Die vermittelte Bausparsumme an den Partner Schwäbisch Hall konnte mit 6,7 Millionen Euro mehr als verdoppelt werden. Das Bausparvolumen stieg von 2,6 auf 6,7 Millionen, was eine Steigerung von 162,1 Prozent darstellt. Um 6,3 Prozent zugenommen hat im vergangenen Geschäftsjahr bei der Coburger Sparda-Bank auch die Höhe der Kundengelder. Sie stieg von 115,1 Millionen Euro auf 122,4 Millionen Euro.

Hingegen sind die Coburger von Investmentfonds nicht so überzeugt, was dem Trend in den anderen Regionen entgegenläuft. Sparda-Bank-Vorstand Markus Lehnemann zeigte sich überzeugt davon, dass "Fonds in der Niedrigzinsphase eine attraktive Alternative zu Sparbuch und Tagesgeld sind" und auch in der Altersvorsorge eine größere Rolle spielen werden. Zwar konnte zusammen mit dem Partner Union Investment ein Fondsbestand von 7,5 Millionen erreicht werden, jedoch belief sich dieser Wert ein Jahr zuvor auf 8,5 Millionen Euro. Geringfügig zurückgegangen ist die Zahl der Girokonten, von 8015 im Jahr 2018 auf 7705 im vergangenen Jahr. Hier wurden viele Konten aufgegeben, die wenige oder keine Umsätze verzeichneten. Neu ist bei der Sparda-Bank seit Januar dieses Jahres TEO, eine Banking-Plattform, die seit dem 13. Januar in den App-Stores verfügbar ist: Kunden können dabei Konten und Kreditkarten unterschiedlicher Banken in TEO integrieren. Für TEO hat die Sparda-Bank Nürnberg mit sechs weiteren Sparda-Banken ein eigenes Start-up gegründet.