Bei der letzten Sitzung des Arbeitskreises (AK) Armut Coburg Ende Januar wurden Brigitte Lambert, Ulrike Viel und Roman Kollar als dessen Sprecher bestätigt. Dies gilt für den Zeitraum 2019 bis 2021. Am dringendsten sei nach wie vor das Thema Wohnen, heißt es in einer Pressemitteilung des AK. "Die Richtlinien der Stadt und des Landkreises Coburg zur Angemessenheit der Kosten der Wohnung und der Heizung sind immer noch in Kraft, obwohl rund 30 Prozent der Empfänger von Transferleistungen in der Stadt und rund 25 Prozent im Landkreis die von den Jobcentern nicht übernommenen Mehrkosten von ihren Nahrungsmitteln, ihrer Kleidung und anderem abknapsen müssen", sagt Roman Kollar. Dazu ist der Kampf "für viele Familien zu schwer, um nicht in der Kälte und im Dunklen zu sitzen - Gas- und Stromsperren sind an der Tagesordnung", wie Ulrike Viel berichtet. Hier sehe der AK Armut nach wie vor den Schwerpunkt seiner Arbeit für die kommenden beiden Jahre. Erfreuliches weiß Brigitte Lambert zu berichten: "Neben den bestehenden Arbeitsgruppen Wohnen und Energie sind neue entstanden - die AG Kinderarmut und die AG ,Leichte Sprache‘ haben ihre Arbeit aufgenommen und arbeiten intensiv an der Verbesserung der Situation für ihre jeweilige Betroffenengruppe".

Der AK ist ein Runder Tisch sozialer Beratungsstellen und Organisationen aus allen Bereichen der Sozialen Arbeit, Kirchengemeinden und Einzelpersonen. Ziel sind Verhinderung und Überwindung von Armut. red