"Trotz sieben Neuanmeldungen ist unser Mitgliederstand mit 115 Personen unverändert", informierte Manfred Dreßel, der Vorsitzende der Schützengesellschaft Neuensorg, die Mitglieder bei der Hauptversammlung. Wie er berichtete, nahm eine Delegation an den Feierlichkeiten zum 500. Jubiläum des bayerischen Reinheitsgebotes teil. "Diese Veranstaltung war mit den vielen Schützen-, Trachten- und Musikvereinen gigantisch", erzählte Dreßel.
Zahlreiche Arbeiten seien rund ums Schützenfest ausgeführt worden. Zum Beispiel wurde der Eingang am Treppenaufgang des Schützenhauses erneuert. Es gab auch etwas Unschönes im Bericht des Vorsitzenden: Im Juli 2016 wurde ins Schützenhaus eingebrochen, wodurch der Gesellschaft Schaden entstanden sei.
Von einem durchaus zufriedenstellenden Geschäftsjahr berichtete Kassier Peter Hein und stellte fest: "Das neue Konzept unseres Schützenfestes hat gegriffen." Um beste Rahmenbedingungen für die Ausübung des Sports zu erreichen, sind laut Hein weitere Investitionen geplant. "Deshalb sind die Einnahmen aus unseren Veranstaltungen wichtig", sagte Hein.
Wie Schützenmeister Thomas Scheler berichtete, sicherten sich bei den Vereinsmeisterschaften 2017 im Luftgewehrschießen Harald Welsch (Senioren aufgelegt, 286 Ringe), Altersklasse Peter Hein (376 R), Andre Dreilich (Herren, 364 R), Noah Hein (Schüler, 274 R) und Angelina Scheler (Damen, 381 R) den jeweiligen Titel. Verbesserungsfähig ist nach Meinung des Jungschützenmeisters Andre Dreilich das Training der Nachwuchsschützen, während beim Bogenschießen das Interesse sehr stark und die Trainingseinheiten sehr gut besucht seien. "Im vergangenen Jahr konnte ein Zuwachs von drei Jungschützen verzeichnet werden, was allein dem Bogenschießen zu verdanken ist", sagte Dreilich. "In der Bogenabteilung sind derzeit 29 Schützen aktiv", vermeldete Abteilungsleiter Frank Kristek. Er gab einen Überblick über die besonderen Aktivitäten, zu denen das Nachtschießen und die Gastbesuche von Institutionen gehörten.
Zweiter Bürgermeister Manfred Künzel lobte die Erfolge, Aktivitäten und das florierende Vereinsleben, das eine Bereicherung der Dorfgemeinschaft sei. Insbesondere das traditionelle Schützenfest komme in der Bevölkerung sehr gut an.
Die Anwesenden sprachen sich für eine moderate Anpassung des Jahresbeitrags aus, so dass er von 42 auf 45 Euro stieg. Um die Arbeiten des Vorstands und insbesondere des Kassiers auf mehrere Schultern zu verteilen, wurde ein dritter Kassier als zusätzlicher Posten in die Führungsriege mit aufgenommen. A. Kemnitzer