Das Aufstellen und Schmücken des Christbaums in der Pfarrkirche St. Jakobus ist Männersache. Das war schon früher so, wie sich der heutige 97-jährige Will Lautenbacher und seine Frau Gretel erinnern. "Anfangs war der Baum nur mit Strohsternen geschmückt", erzählen beide. Nikolaus Ott habe sich um die Beleuchtung gekümmert, auch Mesner Johannes Donath sei dabei gewesen. "Und Pfarrer Zlatko Kidjemet ließ rote Kugeln anschaffen", weiß das Ehepaar noch genau.

Seit 1992 ist Förster Steffen Auerswald für den Pfarrwald zuständig. "2005 haben wir eine kleine Christbaumkultur angelegt. Da in Marktschorgast große Christbäume in der Kirche aufgestellt werden, hat es etwas gedauert, bis wir heuer die erste Tanne aus dieser Kultur entnehmen konnten."

Den 5,70 Meter großen Baum legte der Förster an der Kirche ab. Herbert Bittermann und Dieter Schiphorst passten den "Fuß" in den Ständer ein und schleppten die Tanne in den Altarraum. An der Spitze befestigten sie einen Strohstern. Dann ließen sie ihre Muskeln spielen. Bittermann stemmte den Baum hoch, Schiphorst nutzte die Hebelwirkung des Ständer. Beim Schmücken half noch Stefan Graß. Alle legten großen Wert darauf, dass die roten Kugel und die Strohsterne miteinander harmonisieren. Prei.