Coburg — Bei den Wochenendspielen der Bayernliga spricht alles dafür, dass die zweite Garnitur des HSC 2000 Coburg seinen fünften Tabellenplatz gegenüber der Konkurrenz im Mittelfeld verteidigt, denn mit dem TSV Friedberg II kommt das Schlusslicht der Liga in die BGS-Halle. Da darf von nichts anderem als einem Sieg geredet werden.
Nach dem Tabellenersten aus Auerbach, bei dem sich die HSC-Zweite lange Zeit sehr gut gehalten hat, geht es in der Partie an Sonntag nunmehr gegen den bereits als Absteiger feststehenden Tabellenletzten, der es bisher nur auf drei Zähler brachte und beim HSC 2000 Coburg II nur als krasser Außenseiter zu bewerten ist.
Die einzige Sorgenfalte bei HSC-Trainer Zdenek Vanek wird sein, dass die Aktiven mit zu viel Lockerheit in die Partei gehen. Sein Aufgabe deshalb, die Spieler zu ihrem Können zu motivieren und zu erinnern, dass auch ein solches Spiel nicht automatisch gewonnen wird.
Die Mannschaft vom umsichtigen "Jonny" Rivera und dem Zweiten der Bayernliga-Torschützenliste, Hajck Karapetjan, in der sich in letzter Zeit auch der Nachwuchs wegen des Fehlens vieler Stammspieler bereits ganz gut bewähren konnte, sollte unter dem Motto beginnen: "Wir wollen unserer treuen Fangemeinde zeigen, dass wir neben unseren kämpferischen Qualitäten auch einen schönen Handball spielen können".
Es ist nötig, sich vom Anwurf weg zu konzentrieren und von den Gästen aus Südbayern gleich den nötigen Respekt zu fordern. Einfach beizugeben wird jedoch keinesfalls die Aufgabe von TSV Friedberg II sein, bei dem offensichtlich von Stefan Knittl (Rückraum Mitte) mit seinen 73 Toren die größte Gefahr ausgeht.
"Unser Gegner hatte die besseren Einzelspieler", so Trainer Dieter Braun nach dem 27:30 im Hinspiel, diesmal sollte es "die bessere Mannschaft" sein.
Gegenüber dem Rest des 14er-Feldes ist das Spitzenduo mit einem Spiel voraus und der SV 08 Auerbach seinem Widersacher aus Waldbüttelbrunn um vier Punkte. Ob die "Nullachter" bereits am Wochenende die Sektkorken knallen lassen können, ist die Frage am kommenden Spieltag, denn ein Sieg des Ersten am Samstag bei HaSpo Bayreuth würde alles klären. Die Unterfranken können dann nur noch nach Punkten aufschließen, sind aber bei 2:2 Zählern in der direkten Tordifferenz schlechter. Diese Partie wird aber noch einmal eine große Prüfung für den Titelaspiranten werden und dass er beim Tabellendritten Federn lassen könnte, ist keinesfalls von der Hand zu weisen.
Bleibt es bei drei Absteigern (falls nur einer aus der 3. Liga Süd kommt) dann kann die TG Landshut (11.) bereits mit einem Remis im Kellerduell beim TSV Lohr den Gastgeber zum dritten Absteiger neben Ismaning und Friedberg II verurteilen und sich selbst in Sicherheit bringen. Kommt es zum größeren Abstieg von oben, dann gibt es in den drei ausstehenden Runden noch ein großes Gerangel im breit gefächerten Mittelfeld.
HSC 20000 Coburg II spielt voraussichtlich mit: Jonas Faber, Roman Schäfer - Martin Schmidt, Florian Kirchner, Dominik Baucke, Tarek Legat, Hajck Karapetjan, Heiko Jäckel, Nils Boseckert, Jonathan Rivera, Marcel Heil, Tim Böhme. ebi