von unserem Mitarbeiter  Alfons Beuerlein

Sand — Erst am Sonntag (15 Uhr) tritt der FC Sand zu seinem nächsten Spiel der Fußball-Bayernliga Nord beim SC Eltersdorf an. Nach fünf Niederlagen wäre es für die Eigner-Truppe an der Zeit, endlich zu den ersten Saisonpunkten zu kommen. In Eltersdorf ist das allerdings sicher alles andere als einfach.
Am Mittwoch, nach der 0:1-Niederlage gegen den SV Erlenbach, ließen die meisten Fans des FC Sand verzweifelt die Köpfe hängen, hatten sie im Vorfeld doch auf einen Heimsieg gehofft. Enttäuscht von ihrer Mannschaft waren sie jedoch nicht, denn die hatte zuvor auf dem Spielfeld alles gegeben und sowohl spielerisch als auch kämpferisch voll überzeugt. Mehr als zehn gute bis sehr gute Möglichkeiten hatte sich die Mannschaft um "Käpt'n" Thorsten Schlereth erarbeitet, doch das Erlenbacher Tor war wie vernagelt. Der Fußballgott scheint im Moment für den FC Sand nicht viel übrig zu haben.
Die Hoffnung stirbt zuletzt, heißt es, und deshalb träumen die Sander Fans davon, dass ihre Mannschaft nun beim SC Eltersdorf den Schalter umlegt und die ersten Zähler einfährt. Trainer Bernd Eigner nach dem verlorenen Mittwochspiel: "Die gezeigte Leistung meiner Mannschaft war ein weiterer Silberstreifen. Das bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Unsere Moral und Einstellung stimmen. Nur der Knoten muss noch platzen, damit wir auf dem Platz mit noch größerem Selbstvertrauen auftreten".
Der SC Eltersdorf, mit vier Zählern auf dem 13. Tabellenplatz, hat mit Bastian Herzner, der bereits fünf Treffer erzielte, den aktuell besten Torschützen der Bayernliga Nord. Mit drei Treffern steht ihm sein Mannschaftskollege Patrick Hagen nur wenig nach. Diese beiden und Kevin Wolemann, Tom Abadjiew sowie Torhüter Rainer Hausner bekamen nach dem jüngsten Spiel der morgigen Gastgeber beste Kritiken. Da nämlich hatten sie wesentlichen Anteil daran, dass die Eltersdorfer dem gastgebenden TSV Großbardorf ein achtbares 3:3 abtrotzten. Mit einem 4:1-Heimsieg über den TSV Burglengenfeld am zweiten Spieltag vervollständigte die Mannschaft aus dem Erlangener Süden ihr bisheriges Punktekonto.

Ausgleich in Unterzahl

Beim SC Eltersdorf muss der FC Sand von Beginn an und über die volle Spielzeit hellwach, konzentriert und diszipliniert sein. In Großbardorf ging der SC schon in der 2. Minute in Führung. Zum Schluss der Begegnung hin machten die geordnet und leidenschaftlich spielenden Eltersdorfer aus einem 1:3-Rückstand noch ein 3:3. Und dass, obwohl die Mittelfranken wegen einer Roten Karte für ihren Spielführer Thomas Dotterweich ab der 32. Minute in Unterzahl spielten.
Schafft es der FC Sand, seine Fehler abzustellen, und kommt das notwendige Glück zu der Eigner-Truppe zurück, dann hat sie durchaus die Chance. Zumal sich das Lazarett der "Schwarz-Weißen" etwas lichtete. Florian Gundelsheimer hatte gegen Erlenbach bereits einen 45-minütigen Einsatz. Möglicherweise kehrt auch Florian Pickel, dessen Sehnenverletzung sich als doch nicht so schwerwiegend herausstellte, wieder in den Spielerkader zurück. Auch Dominik Rippstein könnte vielleicht wieder auf der Bank Platz nehmen. "Wir werden versuchen, endlich zu einen Sieg zu kommen, denn das sind wir unseren ständig gesteigerten Leistungen und uns selbst schuldig", sagt Eigner.
FC Sand: Biemer, Mai - Gundelsheimer, Götz, Karmann, Krüger, F. Pickel (?), J. Pickel, Ribeiro, Rippstein (?), Th. Schlereth, A. Schmitt, D. Schmitt, Stahl, Tropper, Wieczorek, Wirth
Der Fan-Bus "Ostkurve" fährt am Sonntag am Sportheimparkplatz um 13.30 Uhr nach Eltersdorf.