Coburg — Ans Bett fixiert, im Zimmer eingesperrt oder mit Medikamenten ruhig gestellt: All das nennt sich "Freiheitsentziehende Maßnahmen" (FeM). Sie haben mitunter schlimme Folgen, obwohl sie eigentlich dem Schutz des Patienten dienen sollen. Am Dienstag, 31. März, 19.45 Uhr findet dazu ein Vortrag im Audimax II auf dem Campus Friedrich-Streib-Straße der Hochschule Coburg statt. Die Referentin, Professorin Andrea Berzlanovich, ist Leiterin des Fachbereichs Forensische Gerontologie an der Medizinischen Universität Wien.
Neben den körperlichen Folgen wie Entzündungen, Infektionen oder Thrombosen, können FeM auch Stress, Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten, Verlust des Selbstwertgefühls auslösen. Nicht fach- und sachgerecht angewandte Fixierungen können sogar den Tod der betroffenen Personen verursachen. Der Eintritt zum Vortrag ist frei. mr