Lichtenfels — Mit ihrer Konfirmation feierten 42 junge Christen am vergangenen Sonntag in der Martin-Luther-Kirche den Eintritt ins kirchliche Erwachsenenleben, aber auch die persönliche Bestätigung der Taufe und damit das bewusste "Ja" zum christlichen Glauben und zur Kirchenzugehörigkeit.
Pfarrerin Anne Salzbrenner und Pfarrer Ralph-Peter Zettler luden die jungen Menschen ein, zu erfahren und zu fragen, was es bedeutet, getauft zu sein, an Jesus Christus zu glauben und als Christ und Christin zu leben. In ihrer Predigt erinnerte die Pfarrerin daran, dass die Konfirmanden stets Ratschläge für ihren Lebensweg erhielten.
Auch die Bibel hielte gut gemeinte Ratschläge für die Menschen parat, betonte sie und zitierte aus dem Buch der Sprüche, in dem Salomo dazu auffordert, sich nicht auf den Verstand zu verlassen, sondern von ganzem Herzen dem Herrn zu vertrauen.

Ein Gebot wie ein Hammerschlag

Ratschläge hätten etwas mit Schlägen zu tun, rief die Pfarrerin ihren Zuhörern zu und schlug mit einem Hammer in der Hand auf der Kanzel auf ein Holz. "Vergiss meine Lehre nicht", "Halte meine Gebote", "Schreibe sie Dir auf die Herzenstafel", "Gott und seine Gebote sollen mir wichtiger sein als Reichtum". Anne Salzbrenner fügte hinzu: "Gottes Gebote sind wirklich wie ein Hammer. Sie können einen mit voller Wucht treffen." Doch Gottes Lehren und seine Aufforderung, seine Werte zu beachten, könnten den Menschen helfen, ihr Leben zu meistern. Insofern könne man sie auch mit einem Schraubendreher für die Feineinstellung oder mit einem Meterstab vergleichen. Denn Gottes gute Ratschläge wollten Maßstab sein und zu einem guten Leben verhelfen und glückliche Jahre bescheren. So könne der Glaube an Gott Werkzeug für das menschliche Leben sein: Auch wenn manchmal kleine Reparaturen und Korrekturen nötig sind, führten die gütigen Worte des Herrn letztlich auf den richtigen Weg, betonte Pfarrerin Salzbrenner. Nach der Einsegnung richtete der Vertrauensmann des Kirchenvorstands, Harald Mack, ein Grußwort an die Konfirmanden und verband damit den Wunsch, dass der Glaube für die Jugendlichen eine lebenslange Hilfe und Stütze sein soll. Joachim Wegner