VON katharina winterhalter

Schweinfurt — Als Herr S. in jener Nacht im März 2015 vom Hauptbahnhof nach Hause ging, war er gut gelaunt, freute sich auf seinen Umzug am nächsten Tag. An der Ampel am John-F. Kennedy-Ring fiel ihm ein junger Mann auf der gegenüberliegenden Straßenseite auf. Der schaute ihn irgendwie böse an, erinnerte sich Herr S. jetzt vor Gericht.
Wenige Minuten später holte ihn der junge Mann ein und schlug unvermittelt und völlig ohne Grund auf Herrn S. ein. Bis heute leidet der 57-jährige Schweinfurter schwer an den Folgen. Er hat Albträume, Angst, nachts alleine auf die Straße zu gehen. Seine gebrochene Nase ist leicht schief zusammengewachsen, er hat eine Narbe im Gesicht und seine linke Schulter wird er möglicherweise zeit seines Lebens nicht mehr so gut bewegen können wie vor dem Überfall. "Es war schlimm.