Das Mehrgenerationenhaus in Haßfurt ist Finalist für den Deutschen Kita-Preis 2021 in der Kategorie "Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres".

Bayerns Familienministerin Carolina Trautner freut sich darüber: "Ich drücke dem Mehrgenerationenhaus Haßfurt für das Finale ganz fest die Daumen. Denn Sie stehen als Vorbild für andere lokale Bündnisse in Bayern und ganz Deutschland, gerade in herausfordernden Zeiten, wie wir sie aktuell erleben. Das, was die vielen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und freiwilligen Helferinnen und Helfer in den lokalen Bündnissen für frühkindliche Bildung leisten, ist beeindruckend. Für diese wertvolle Arbeit sage ich herzlich Danke. Ich wünsche mir, dass der hier gezeigte persönliche Einsatz andere inspiriert, sich für frühe Bildung unseres Nachwuchses stark zu machen", so die Ministerin laut einer Pressemitteilung ihres Ministeriums in München.

Das Mehrgenerationenhaus in Haßfurt bietet für die Familien der Stadt Haßfurt und des Landkreises Haßberge ein umfangreiches Beratungs-, Informations- und Unterstützungsangebot. In verschiedenen Angebotsformaten wie dem Baby- und Kleinkindtreff oder dem "offenen Stilltreff" kommen Familien zusammen und können sich miteinander austauschen. Darüber hinaus wurde ein Expertennetzwerk ins Leben gerufen. Darin engagieren sich Unternehmer aus der Region in einem interdisziplinären Team, bestehend unter anderem aus einem Kinderarzt, einer Logopädin, einem Frauenarzt, einer Hebamme, einem Ergotherapeuten, einer Rektorin und vielen weiteren freiwillig Engagierten. Sie nehmen sich der Fragen der Familien an und suchen nach schnellen und praktikablen Lösungen. Dem Mehrgenerationenhaus gelingt es dadurch, ein Gesamtpaket für die frühkindliche Bildung zu schnüren, Bildungsübergänge gemeinsam zu gestalten und die Bedürfnisse rund um die Kindesentwicklung innerhalb des Sozialraums in den Fokus zu rücken.

Das Mehrgenerationenhaus in Haßfurt ist einer von zehn Finalisten in dem Wettbewerb (aus ursprünglich 1200 Bewerbungen). Sollte Haßfurt erfolgreich sein, kann es mit einer Belohnung rechnen: Fünf Initiativen erhalten ein Preisgeld von 25 000 oder 10 000 Euro. Die Entscheidung fällt 2021. In den

kommenden Monaten wollen Experten der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und der

Berliner Hochschule für angewandte Pädagogik (HSAP) das Haßfurter Bündnis noch besser kennenlernen. Aufgrund der aktuellen Situation findet der Auswahlschritt rein digital statt.

Die Fachleute führen mit den Bündnis-Mitgliedern Interviews, um einen Eindruck von der Arbeit vor Ort zu erhalten. Die Gespräche mit den Beteiligten werden um einen digitalen Workshop ergänzt, aus dem die Bündnis-Mitglieder Anregungen für die weitere Zusammenarbeit mitnehmen sollen. red