Knapp ein halbes Jahr nach dem eigentlich vorgesehenen Termin feierten am Erntedank-Sonntag 20 junge Christen in der Evangelischen Christuskirche ihre Konfirmation. Trotz strenger Hygiene-Vorschriften schaffte es die Gemeinde um Pfarrer Heinz Geyer, dem Festtag in zwei separaten Gottesdiensten einen würdigen Rahmen zu verleihen. Grund hierfür war auch das Symbol des Schiffs auf stürmischer See, das sich wie ein Leitmotiv durch die Gottesdienste zog.

Den festlichen Rahmen erhielten die beiden Festgottesdienste durch die musikalische Ausschmückung einer kleinen Abordnung des Posaunenchors, unter dessen Klängen die jungen Christen zusammen mit Pfarrer Geyer und Mitgliedern des Kirchenvorstandes in die Christuskirche einzogen. Höhepunkte des Gottesdienstes waren die Konfirmandenfrage, die anschließende Einsegnung unter dem Glockengeläut der Christuskirche und der erstmalige Gang zum Tisch des Herrn.

Zuvor hatte Pfarrer Heinz Geyer die coronabedingte Verschiebung der Konfirmation im April als "kalte Dusche" für alle Beteiligte umschrieben. "Ähnlich aber dem Erlebnis der Jünger mit Jesus auf dem stürmischen See Genezareth habt ihr erlebt, wie wichtig das Vertrauen auf Gott in schwierigen Situationen ist", so der Gemeindepfarrer in seiner Predigt. "Am heutigen Tag tretet ihr als mündige Christen in das Schiff der Gemeinde und werdet erfahren, dass der christliche Glaube Schutz und Schirm vor allem Argen sein kann." Das Bild des Schiffes auf stürmischer See nahmen im Anschluss daran sowohl die Vertreter des Kirchenvorstandes als auch die Eltern der Konfirmierten auf. "Ihr nehmt heute die Fahrt in eurem eigenen Schiff auf und sollt dabei den christlichen Glauben als Kompass und die Gemeinde als Anlaufhafen verstehen", lautete die Botschaft der beiden Grußworte. "Seid getrost und fürchtet euch nicht, geht euren Weg mit Gott." Diese Segensworte der versammelten Festgemeinde erhielten die zwölf Mädchen und acht Jungen bei den abschließenden Fürbitten mit auf den Weg in ihr selbstbestimmtes Leben. Matthias Schneider