Die Frauen sind bei den Kulmbacher Waldfreunden auf dem Vormarsch. Im vergangenen Jahr sind drei Frauen eingetreten, aber nur ein Mann. Damit erhöhte sich die Mitgliederzahl auf aktuell 178, wie Vorsitzender Gerhard Ködel bei der Hauptversammlung ausführte.

Er freue sich schon auf das gerade angebrochene Jahr 2020, betonte Ködel. Denn da feierten die Waldfreunde ihr 100-jähriges Bestehen. Vor wenigen Jahren sei die Zukunft des Vereins noch ungewiss gewesen. "Das Vereinsheim wurde geschlossen, weil es nach dem Sturm einsturzgefährdet war."

Kurzfristig sei man in den Gasthof Geuther ausgewichen und habe dort die Monatsversammlungen durchgeführt, doch viele Mitglieder hätten sich nach der Rückkehr ins Waldfreundehaus oberhalb der Wolfskehle gesehnt.

Mit viel Mühe hätten die Mitglieder ihr angestammtes Vereinshaus saniert und dafür Hunderte von Stunden investiert. Zum Jubiläum sei jetzt alles perfekt. "Wir haben auch im vergangenen Jahr wieder 2000 Euro in die Einrichtung und in Ausbesserungsarbeiten investiert", zog Ködel Bilanz. Damit sei man für die große 100-Jahr-Feier im September bestens gewappnet.

Höhepunkte im Vereinsleben waren laut Ködel der Kappenabend und der Theaterabend. Gut frequentiert war auch das Wirtshaussingen mit den Musikanten Andreas und Stefan Ködel, Felix und Manfred Rosa sowie Klaus Frankenberger. Außerdem erinnerte Der Vorsitzende an das Maibaum-Aufstellen, an eine Fahrt in die Rhön sowie an den Heimatabend und die Gedenkfeiern.

Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung im Waldfreundeheim stand die Ehrung von 15 langjährigen Mitgliedern sowie von Hermann Weidl, der die Waldfreunde seit Jahren freiwillig und selbstlos unterstützt. Hermann Weidl erhielt dafür die Waldfreundenadel in Gold.

Die 100-Jahr-Feier findet am 26. September statt, die närrische Versammlung bereits am 8. Februar. Im April ist ein Musikantentreff geplant, auch ein Maifest und am 13. Juni das Brunnenfest stehen auf dem Programm. Und auch ein Theaterstück soll wieder aufgeführt werden. Sonny Adam