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Weisendorf
Vereinsleben

Das Jahrbuch des Heimatvereins muss "nur noch" verteilt werden

Nicht nur die Geschäfte, auch die Vereine in der Region treffen die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie. Beim Heimatverein Weisendorf war es bisher üblich, dass bei der Hauptversammlung im März ...
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Günter Rath, Vorsitzender des Heimatvereins Weisendorf, und Kreisheimatpfleger Manfred Welker (von links) mit dem neuesten Band des Jahrbuchs Foto: privat
Günter Rath, Vorsitzender des Heimatvereins Weisendorf, und Kreisheimatpfleger Manfred Welker (von links) mit dem neuesten Band des Jahrbuchs Foto: privat

Nicht nur die Geschäfte, auch die Vereine in der Region treffen die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie. Beim Heimatverein Weisendorf war es bisher üblich, dass bei der Hauptversammlung im März das neue Jahrbuch vorgestellt und an die Mitglieder verteilt wurde. Auch das Jahrbuch für 2020 liegt vor, muss aber auf neuen Wegen zu seinen Lesern kommen.

Im Jahrbuch enthalten sind die Termine, an denen sich die Mitglieder des Vereins für Weisendorf engagieren. Allerdings müssen in diesem Jahr mit großer Wahrscheinlichkeit nicht wenige davon ausfallen. Entstanden ist ein Band mit 168 Seiten, mit Wissenswertem und Amüsantem aus dem vergangene Vereinsjahr sowie lesenswerten Aufsätzen.

Sehr umtriebiger Verein

Die Vereinsnachrichten mit dem Rückblick auf das Jahr 2019 zeigen, wie engagiert sich der Verein im Marktort einbringt. Beim Faschingszug in Weisendorf, beim Johannisfeuer und dem Hochstraßenlauf, aber auch bei der Schlachtschüssel zur Kerwa und dem Markttag. Unternommen wurde außerdem eine Maiwanderung nach Oberndorf und Möhrendorf ins Museum, es gab darüber hinaus einen Hobby-Künstlermarkt, einen Museumsadvent sowie einen Weihnachtsfrühschoppen.

Josef Wirtz behandelt in einem dritten und abschließenden Teil des Jahrbuchs das Ende der Donaumonarchie aus der Sicht der Ungarndeutschen im Gefolge des Ersten Weltkriegs. Enthalten ist auch die Erzählung von Erich Pradel von seinem Erleben des Zweiten Weltkriegs. Er war mit Erwin Rommel in Afrika, nach der Gefangennahme landete er nach einigen Stationen in einem Kriegsgefangenenlager in Iowa in den USA.

Lothar Riks hat frühe Nachrichten zum Blitzableiter in Franken und einem Brauch zur Förderung von Nachwuchs in Kersbach im 18. Jahrhundert aufgespürt. Kreisheimatpfleger Manfred Welker hat das Kieglibacken in Weisendorf dokumentiert genauso wie das Jubiläum "20 Jahre Marienkapelle in Reuth". Aufgezeichnet hat er auch die Lebensgeschichte von Konrad Seeberger aus Buch bei Weisendorf, der zum Stadtpfarrer von Schlüsselfeld avancierte.

Für die Schriftleitung und Koordination zeichnete Max Schreiner in bewährter Weise verantwortlich. Gedruckt wurde die gesamte Auflage bei der Druckerei Schalk in Herzogenaurach.