Ein wenig stolz wirkten sie schon, die jungen Zimmerergesellen der Innungen Würzburg-Kitzingen, Schweinfurt-Haßberge, Main-Spessart und Aschaffenburg-Miltenberg-Obernburg, die am Tag des Handwerks in der Würzburger Josef-Greising-Schule von den Verpflichtungen der Lehrzeit freigesprochen wurden. Schwarze Kluft mit glänzenden Knöpfen, manchmal mit Hut, dessen Form die Zugehörigkeit zu einem "Schacht" ausdrückt, ein andermal mit schimmernden Ziergehängen - das drückte die Verbundenheit der jungen Leute mit der Tradition des Handwerks aus.

Der Obermeister der Innung Würzburg-Kitzingen und Vizepräsident des Landesinnungsverbandes, Hermann Lang, rief sie bei der Feier dazu auf, auch andere für das Handwerk zu begeistern. Als Gesellen trügen sie nun mehr Verantwortung als bisher und hätten allen Grund zu Selbstbewusstsein.

Der Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, Walter Heußlein, meinte, das Zusammentreffen von Tradition und Topmoderne mache gerade die Arbeit der Zimmerer besonders interessant. Dazu sei die Konjunktur im Handwerk so gut wie lange nicht.

Kammer-Sieger und Bester in Unterfranken war Lukas Heil (Ausbildungsbetrieb Frommen Holz, Motten), der aus der Innung Rhön-Grabfeld kommt.

Bester der Innung Schweinfurt-Haßberge war Felix Ebert (Zimmerei Frank Dorsch, Kolitzheim).

Aus allen Innungsbezirken Unterfrankens waren insgesamt 75 junge Zimmerer zur Gesellenprüfung angetreten. 61 von ihnen haben alle Prüfungen bestanden und wurden freigesprochen (2015: 48, 2016: 57, 2017: 59). Der Notendurchschnitt lag in der schriftlichen Prüfung bei 3,8 und in der praktischen Prüfung bei 3,3. Gleichzeitig haben 13 Auszubildende mit dem Abschluss der Berufsschule den Mittleren Bildungsabschluss erworben.

15 Prüflinge haben Theorie oder praktische Prüfung nicht bestanden. Ein Prüfling hat nur die praktische Prüfung wiederholt und nicht bestanden.

Weitere Informationen gibt es

bei der Zimmerer-Innung Würzburg-Kitzingen, Telefonnummer 0931/ 72760, und beim Obermeister der Zimmerer-Innung Würzburg-Kitzingen, Hermann Lang, Ruf 09331/2491 oder 0151/56681820. red