In der Adelgundiskapelle auf dem Staffelberg übernahmen freiwillige Helfer die fachgerechte Errichtung des Heiligen Grabes. Dieser christliche Brauch wird schon seit dem 18. Jahrhundert gepflegt.
Entstanden ist die Darstellung der Grabesruhe Christi durch den Eremiten Jakob Heß (1763-65) und einer Restaurierung in den Jahren 1970/71 durch Staffelsteiner Handwerker. Viel handwerkliches Können und spezielles Wissen zum Zusammenbau aller Teile waren Vorraussetzung für ein Gelingen. Insgesamt beteiligten sich zehn Männer an der aufwendigen Arbeit. Zum ersten Mal, seit diese Tradition gepflegt wird, arbeitete der Stadtpfarrer aus Bad Staffelstein, Georg Birkel, über drei Stunden bis zur Fertigstellung mit. In Fein- und Kleinarbeit konnte der stufenförmige Aufbau mit den beweglichen Figurrengruppen vollendet werden: unten die "Vorhölle" mit Darstellung der Gerechten des Alten Bundes, in der Mitte das Felsengrab mit dem Leichnam Christi und Engel als Bewacher- eine andere Figurengruppe, die die Kreuzwegstationen zeigen, und in der obersten Stufe die österliche Auferstehung und den Sieg über den Tod durch Christus.
An der freiwilligen Aktion nahmen teil: Josef Teuchtgräber, Hermann Lieb, Jürgen Lind, Franz Pospischil, Richard Nüßlein, Ralf Schönwald, Rudi Donath, Thomas Leuthäuser und Matthias Alin. Bis zum Palmsonntag wird noch der Oster- Frühlingsschmuck mit Fichten- Palmzweigen, Moos und Blumen vollendet und kann dann von vielen Besuchern bewundert werden.
Der Staffelbergwirt, Gottfried Schmitt, übernimmt neben seiner Arbeit in der Klause noch die Tätigkeit des täglichen Ein- und Ausschaltens des Stroms, ferner kümmert er sich, wenn die Klause geöffnet ist, um die Sauberkeit und weitere Mesnerdienste im Gotteshaus. Wie groß sein persönliches Interesse an der schmucken Adelgundiskapelle ist, bestätigte Schmitt durch die Einladung an alle Helfer am Freitagnachmittag zu einer Stärkung in die Klause. Sein Team kümmerte sich emsig um alle. al