Oberhaid — Über vierzig Personen, darunter Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus drei Landkreisen, die Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der Tourismusorganisationen und zahlreiche Projektpartner und Fördermitglieder trafen sich im Rathaus in Oberhaid zur Mitgliederversammlung des Flussparadies Franken. Bürgermeister Johann Pfister (Bischberg) leitete als stellvertretender Landrat die Sitzung und betonte, wie wertvoll und wichtig die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg ist.
Im Flussparadies Franken funktioniert sie nun schon seit zehn Jahren hervorragend. Aktuelle Beispiele sind der durch 26 Städte und Gemeinden führende Sieben-Flüsse-Wanderweg, der dieses Jahr noch eröffnet wird. Auf sehr großes Interesse stoßen auch die im letzten Jahr gefertigten zwölf Sandsteinskulpturen für den Auenweg Obermain, die mittlerweile an den Bächen und Flüssen aufgestellt sind.
Wichtig für die erfolgreiche Weiterführung der Projekte ist die kontinuierliche Projektbetreuung und Pflege. So helfen beispielsweise beim RegnitzRadweg die Landkreise, Städte und Gemeinden von Nürnberg bis Bischberg zusammen, damit die Beschilderung aktuell bleibt.
Für den Wasserwanderweg Main werden in diesem Jahr im Landkreis Lichtenfels die Ein- und Ausstiegsstellen mit der Gelben Welle, dem deutschlandweit einheitlichen Symbol für Bootsanlegestellen, gekennzeichnet. Als neues Projekt plant das Flussparadies Franken zusammen mit den Angelvereinen das Thema "Fisch frisch aus dem Flussparadies".
Nach der Mitgliederversammlung nutzten viele Interessierte noch die Gelegenheit, die wieder instandgesetzte historische Kellergasse in Unterhaid zu besichtigen. Kreisarchivpflegerin Barbara Spies informierte über die Geschichte und Funktion der Bierkeller.
Der von Kommunen, Landkreisen und Fördermitgliedern getragene Verein Flussparadies Franken e.V. wurde am 21. November 2005 im Landratsamt Bamberg gegründet. Der Verein setzt sich mit einer eigenen Geschäftsstelle am Landratsamt Bamberg bezirksübergreifend für die optimale Nutzung der 2000 Hektar großen Wasserflächen im Main- und Regnitztal ein - unter Berücksichtigung der Aspekte der Wasserwirtschaft, des Naturschutzes und der Erholung. Umgesetzt werden die Projekte zusammen mit Partnern aus verschiedensten Bereichen. Der Verein ist seit 2006 Träger der Dachmarke "Umweltbildung.Bayern."
Die Idee für das Flussparadies Franken startete am 1. Juli 2003 als gemeinsames Projekt der Landkreise Forchheim, Lichtenfels, Bamberg, der Stadt Bamberg und des Wasserwirtschaftsamtes Bamberg (seit 2006 Wasserwirtschaftsamt Kronach) und wurde für drei Jahre vom bayerischen Umweltministerium gefördert. red