Der Gemeinderat erhöhte einstimmig und ohne große Diskussion bei seiner jüngsten Sitzung die Braugebühren für die Benutzung des Kommunbrauhauses von derzeit zehn Euro pro Hektoliter auf zwölf Euro. Dazu bemerkte süffisant Gemeinderat Jens Beland (CSU/BB): "Das wird keinen Bierkrieg in der Gemeinde auslösen."
Die Erhöhung der Gebühren für den gemeindeeigenen Betrieb wurde notwendig, da das Defizit von 1099 Euro im Jahr 2014 auf 1143 Euro im Jahr 2015 angewachsen ist und die letzte Preisanpassung 2003 stattgefunden hat.
Bürgermeister Udo Siegel (CSU/BB) lobte die beiden Braumeister, die mit viel Engagement zu Werke gehen, und stellte fest: "Wir sind bemüht, keine großen Defizite aufzubauen.
Die Erhöhung ist maßvoll und wir wollen die Brautradition in Rossach aufrechterhalten." Gemeinderat Oliver Göckel (FW) ergänzte: "Das Brauen in Rossach ist ein Stück Kulturgut und zwei Euro Erhöhung machen uns nicht reicher oder ärmer."
Des Weiteren befasste sich der Gemeinderat mit den öffentlichen Feld- und Waldwegen "Grabenmaaß" und "Maasweg". Sie werden eingezogen, da sie zum einen an Verkehrsbedeutung verloren haben und zum anderen der Firma Gottfried-Tonwerke die Möglichkeit gegeben werden soll, ihr Tonabbaugebiet Richtung Osten zu erweitern. Ein Erwerb der Wegeflächen von der Gemeinde ist nicht vorgesehen.


Nutzungsvertrag

Vielmehr soll ein Nutzungsvertrag abgeschlossen werden, mit der Vereinbarung von Sicherheiten für den Fall der Zahlungsunfähigkeit der Gottfried-Tonwerke, der eine Renaturierung vorsieht. Um die Erweiterung des Abbaugebietes zu ermöglichen, ist zunächst die Entwidmung der beiden öffentlichen Feld- und Waldwege erforderlich. Ihre Erschließungsfunktion entfällt durch die Erweiterung des Abbaugebietes. Die Zufahrt zu den angrenzenden, zunächst in landwirtschaftlicher Nutzung verbleibenden Grundstücken ist weiterhin gewährleistet.
Udo Siegel teilte mit, dass die Dorferneuerung Rossach nach dem kommenden Winter in Angriff genommen werden kann. Die Vorarbeiten wie Planerstellung, Kostenschätzung, Ausschreibung und Vergabe werden noch in diesem Jahr abgewickelt.