Bamberg — In der 15. Wertungsrunde lieferten die Sportpiloten des Aero-Clubs ihr bisher bestes Saisonergebnis in der 2. Segelflug-Bundesliga ab. Mit Platz 2 unter 30 teilnehmenden Vereinen sicherten sie sich 19 von 20 möglichen Punkten, die ähnlich wie im Motorsport in der Formel 1 vergeben werden. Weil zur möglichen Startzeit kein einziges Thermikwölkchen am Bamberger Himmel stand, hatten bis dahin nur fünf Leistungspiloten ihre Maschinen aufgebaut und abflugbereit gemacht. Dann musste jedoch alles sehr schnell gehen, weil die Wetterküche kurz danach regelrecht "überkochte" und bereits 90 Minuten später der erste kräftige Schauer über der Breitenau niederging. Aber es schafften alle fünf Streckenflieger rechtzeitig vor der Überentwicklung den Abflug. Das beste Ergebnis für den Aero-Club erzielte Gerhard Herbst (DG800B, 18 m), der sich an die mit 26 m Spannweite leistungsstärkere ASH25 von Reinhold Ruß mit Co-Pilotin Teresa Geiger angehängt hatte. Gemeinsam flogen sie über Kulmbach nach Flossenbürg im Böhmerwald und weiter bis Mitwitz. Dort entschied sich Reinhold Ruß wegen vieler Schauer für den sicheren Heimflug nach Bamberg, während Gerhard Herbst die Möglichkeiten seines Eigenstarters nutzte und über Meiningen heim flog. Damit erreichten die Beiden indexbereinigt 95 bzw. 89 Speedpunkte.

Langsamer als die "Langohren"

Franz Hirmke steuerte mit der 15-m-DG300 des Vereins 88 Punkte zum überraschend guten Ergebnis bei. Auch er hatte die fast schauerfreie Strecke nach Flossenbürg gefunden, musste jedoch alleine fliegen, da ein Clubklasseflugzeug keine Chance hat, mit den deutlich besseren "Langohren" mitzuhalten. In der Gesamtwertung bleiben die Bamberger auf Platz 4, allerdings konnten sie den Abstand zu den drei führenden Vereinen reduzieren. Das Saisonziel - sofortiger Wiederaufstieg in die Segelflug-Bundesliga - rückt näher. fh