Es war an einem Sonntagabend gegen 22 Uhr. Wegen Magenblutung hatte ich starken Blutverlust, so dass es zum Kreislaufzusammenbruch kam. In dieser lebensbedrohlichen Situation ist man froh, wenn das Rettungssystem funktioniert. Rettungswagen mit zwei Notfallsanitätern und einer Praktikantin vom BRK sowie der Notarzt waren binnen elf Minuten zur Stelle. Nach der Erstversorgung kam ich mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus. Der Notarzt war stets bei mir und ich konnte auch verfolgen, dass ständiger Kontakt zur Notfallaufnahme in der Helios-Frankenwaldklinik bestand. Diese war dadurch bestens vorbereitet auf mich.

Nach medizinischer Versorgung wurde ich auf die IMC (Intermediate Care), die Intensivüberwachungspflege, verlegt. Weitere Untersuchungen und Behandlungen wie Gastroskopie, Herzkatheter und das Setzen dreier Stents folgten in den nächsten Wochen und verliefen reibungs- und komplikationslos.

Auffällig sind allerdings bei längerem Aufenthalt doch einige Kommunikationsprobleme und auch für den Patienten merkbare Überlastungen des Personals - was auch Ärzte unumwunden zugeben, wenn sie gefragt werden, warum der eine oder andere Zeitablauf nicht so funktioniert wie zugesagt oder angekündigt. Hier wären Verbesserungen notwendig, und nach Auskunft der Klinikleitung ist auch dieses Problem dort hinlänglich bekannt.

Was ich damit sagen möchte, ist, dass wir im Frankenwald sehr froh und stolz sein dürfen, eine solche Klinik noch im Nahbereich zu haben. Und dazu einen hervorragend funktionierenden Rettungsdienst. Wenn auch in der Klinik mal nicht alles so rundläuft, wie sich das der Patient vorstellt, dann sollte man daran denken unter welcher Belastung das Personal tätig ist. Es sind Menschen mit Familie und Kindern, die auch Samstag und Sonntag ihr familiäres Umfeld verlassen müssen, um im Schichtdienst bei einem Patienten zu sein, der nach Hilfe klingelt.

Abschließend kann ich nur aufrichtigen Dank sagen für die vorzügliche Hilfsbereitschaft und Betreuung durch Rettungskräfte, Ärzte und Klinikpersonal. Allzu schnell neigt der Frankenwälder wohl dazu, Fehler oder Schwächen anderer zu verdammen und damit einen schlechten Ruf für Fachärzte, Personal und Klinik zu verbreiten.

Mit etwas Toleranz und mehr Menschlichkeit, glaube ich, kann man Nebensächlichkeiten wegstecken und darf sehr dankbar sein, wenn man schnelle und richtige Hilfe erhält und einem dadurch weiteres Überleben geschenkt wird.

Ich habe mir lange überlegt, ob ich öffentlichen Dank aussprechen soll, aber wenn über die Behandlung im Krankenhaus allzu leichtfertig geschimpft und genörgelt wird halte ich es doch für eine Pflicht, ein aufrichtiges Vergelt´s Gott dem Rettungsdienst, den Ärzten und dem Personal der Helios-Frankenwaldklinik auszusprechen und dies nicht in den eigenen vier Wänden zu verbergen. Karl-Heinz Hofmann Stockheim