Der Höhner Neuzugang Florian Beck startet mit zwei Streckenrekorden ins Wettkampfjahr. Beim Lange-Bahn-Lauf verbessert er die Bestmarken über die 10-km- und Halbmarathon-Distanz deutlich.

Auch die heimischen Läufer leiden unter der Corona-Pandemie und lechzen nach Wettkampfluft. Nach der Verschiebung einiger Events in den Herbst, wie zum Beispiel des Rennsteiglaufs, sind aktuell nur virtuelle Rennen möglich. Gleich zwei solcher Läufe absolvierte der Neuzugang Florian Beck (früher TV 1848 Coburg und TG Viktoria Augsburg) für seinen neuen Klub.

Martin Militzke feuert kräftig an

Beim Lange-Bahn-Lauf des Rennsteiglaufvereins konnte jeder Teilnehmer im Zeitraum vom 1. bis zum 30. April die Strecken 9,9 Kilometer, Halbmarathon oder Marathon absolvieren. Beck entschied sich für die ersten beiden. Hier gingen insgesamt knapp 600 Teilnehmer, ein jeder für sich, auf den Strecken des Rennsteigs an den Start.

Sein Ziel: Unter 34 Minuten

Für die anspruchsvollen 9,9 Kilometer und 180 Höhenmeter im Thüringer Wald hatte er sich zunächst eine Zeit von unter 35 Minuten vorgenommen. "Nachdem ich die ersten vier Kilometer gut abspulen konnte, hatte ich in Richtung 34 Minuten geschielt", schildert der 26-Jährige seine Eindrücke. Der Streckenrekord von 33:44 Minuten des ehemaligen Top-Mittelstrecklers und mehrfachen Deutschen Meisters Sebastian Keiner verlor er zu dem Zeitpunkt keine Gedanken.

Angefeuert durch seinen Radbegleiter Martin Militzke (TV 1848 Coburg) wurde Beck im zweiten Streckenteil immer schneller. Letztendlich kam er nach 32:57 Minuten ins Ziel und pulverisierte den alten Streckenrekord um 47 Sekunden. Die weiteren Podiumsplatzierten im virtuellen Ranking, Frank Wagner und Christoph Weigel vom Rennsteiglauf, lagen mit 35:38 bzw. 35:40 Minuten zweieinhalb Minuten zurück. Eine Woche nach seinem Parforce-Ritt über die zehn Kilometer entschied sich Florian Beck zum Abschluss seines Trainingsblocks auch noch, die Halbmarathon-Distanz des Lange-Bahn-Laufs in Angriff zu nehmen.

Hier hatte er sich das Ziel gesteckt, die Zeit von 1:19:07 Stunden des bis dato Führenden Christoph Weigel zu schlagen.

Zum Abschluss ein Halbmarathon

Von Laufkilometer eins an wollte er ein Zeitpolster zwischen sich und Weigel legen. Dem Coburger im hellblau-roten SV-Höhn-Trikot gelang dies eindrucksvoll. Nach zehn Kilometern hatte er sich so bereits einen Vorsprung von mehr als einer Minute herausgelaufen.

Doch statt nachzulassen, konnte er im zweiten Streckenteil erneut zulegen. Sogar der Streckenrekord von 1:17:34 Stunden aus dem Jahr 2020 rückte plötzlich in Reichweite. Die Anstiege auf den Schlusskilometern stürmte er geradezu hinauf und zeigte, dass sein Trainingsfleiß im Winter ihn heuer in neue Sphären katapultieren könnte.

Ex-Coburger kann zulegen

Am Ende blieb seine Uhr im Ziel bei 1:16:11 Uhr stehen. Der zweite Streckenrekord innerhalb von zwei Wochen war vollbracht. In der Endabrechnung lag er knapp drei Minuten vor dem Zweitplatzierten und fast sieben Minuten vor dem Drittplatzierten.

"Eine saustarke Leistung von Flo Beck", jubilierte SV-Höhn-Abteilungsleiter Ralf Stejskal, als er von den Ergebnissen des Neu-Höhners erfuhr. "Mit Flo gewinnt unsere Höhner Läufergruppe neue Qualität. Diese PS wollen wir bei den hoffentlich vielen stattfindenden ,echten Wettkämpfen' im Jahr 2021 auf die Straße bringen." rs