Burgkunstadt — Bei der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Burgkunstadt legten Vorsitzender Walter Petterich, Kommandant André Grothues und Jugendwart Michael Knorr umfangreiche Jahresberichte vor. Der Vorsitzende konnte auch den Ehrenvorsitzenden Otto Pühlhorn und die Ehrenmitglieder Franz Günther, Josef Metzner und Georg Paravan begrüßen. Krankheitsbedingt und wegen Terminüberschneidungen mussten sich alle drei Bürgermeister entschuldigen lassen. Dabei waren die Stadträte Ingrid Kohles, Mathias Heppner und Achim Ruß. Kreisbrandrat Timm Vogler, Kreisbrandmeister Thomas Petterich und Kreisbrandmeister Lutz Schneider galt ebenfalls ein herzliches Willkommen.
Das Protokoll der letzten Jahresversammlung verlas Schriftführer Klaus Pühlhorn, den Kassenbericht legte Kassier Thomas Deuerling dar.

242 Mitglieder

In seinem Jahresrückblick berichtete Petterich, dass dem Verein 242 Mitglieder angehören, dazu zählen 50 aktive und zehn Ehrenmitglieder. "Das war ein gigantisches und arbeitsintensives Jahr", stellte Walter Petterich fest, "und wir können nicht genug danken für jede Unterstützung, die uns zuteil wurde". Sein besonderer Dank galt allen Firmen, die die Feuerwehr unterstützt haben. Petterich dankte aber auch allen Vereinen aus und um Burgkunstadt sowie der Bevölkerung für die großartige Unterstützung des Festes zum 150. Geburtstag. Ein fester Punkt im Vereinsleben ist der alljährige Preisschafkopf, Stadtmeister 2014 wurde Manuel Willaschek. Insgesamt war es ein sehr arbeitsreiches Vereinsjahr.

Ausblick auf 2015

Besuchen will man u.a. den Notfallseelsorge-Gottesdienst am 18. März in Lichtenfels und die Florians-Messe in Burgkunstadt. Der Stadtfeuerwehrtag am 3. Mai in Weismain steht ebenso auf dem Terminplan wie das 125. Jubiläum der FF Burkheim mit Festzug am 14. Juni, das Straßenfest der FF Marktleugast am 30. August und das Hallenfest der FF Weismain am 6. September. Die Burgkunstadter Wehr feiert ihr Hallenfest am 19.Juli und der Preisschafkopf mit Ermittlung des Stadtmeisters wurde auf 6. November festgelegt.
Kommandant André Grothues legte einen sehr umfangreichen Jahresbericht vor und als interessierter Zuhörer stellte man sich unwillkürlich die Frage, wie diese vielfältigen Aufgaben auf die Dauer noch von ehrenamtlichen Kräften geleistet werden können. Auch die Ausbildung kam nicht zu kurz, es fanden zwölf allgemeine Ausbildungen statt, sechs Atemschutz- und 22 Maschinistenübungen sowie ein Erste-Hilfe-Kurs. Im September fand eine dringend notwendige Übung bei Regens-Wagner statt, um die sensiblen Bewohner mit dem Thema "Feuerwehr" vertraut zu machen.
Hierbei rückten die Wehrleute fast "zivil" gekleidet an und rüsteten sich vor den Augen der behinderten Menschen als Atemschutzgeräteträger aus. Ziel war es, den Heimbewohnern zu zeigen, dass da keine Außerirdischen mit Blaulicht und Sirene ankommen, sondern dass ganz normale Menschen unter der Schutzkleidung stecken.
Im Laufe der nächsten Monate wird mit einem erweiterten Probebetrieb die Ära des Digitalfunks eingeläutet. Die bisherigen analogen Funkgeräte bleiben bis zum endgültigen Umschalten auf Digital verbaut. Der Kommandant ging auch auf die zunehmende Arbeitsbelastung der Feuerwehrführungskräfte ein. Denn neben den ganz "normalen" Tätigkeiten eines Kommandanten kommen immer mehr Tätigkeiten auf diese Personen zu, die zum vermehrten Verwaltungsaufwand auch immer komplexere Schulungsanforderungen stellen. Er nannte beispielsweise die künftige Verwaltung der neuen Digitalfunkgeräte, die komplizierter werde. Die Kommunen werden sich damit auseinandersetzen müssen, gab er den Stadträten mit auf den Weg, dass der Verwaltungswust vermehrt in der Stadtverwaltung erledigt werde oder es müssten Stellen in den Stützpunktfeuerwehren geschaffen werden, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. Kreisbrandrat Timm Vogler nahm den Ball des Kommandanten auf und sagte dazu, dass zur Entlastung die Kommunen dringend neue Wege gehen müssten.

Dank des Stadtrats

Stadtrat Mathias Heppner unterstrich namens seiner Stadtratskollegen die Notwendigkeit, dass das benötigte Equipment für die Feuerwehren im Stadtgebiet beschafft werden müsse, auch wenn die derzeitige Haushaltslage manches verzögere. Die Beschaffung und Auslieferung des Tanklöschfahrzeugs (TLF) 4000 im vergangenen Jahr sei dafür ein gutes Beispiel. Er dankte der Feuerwehr Burgkunstadt für das gelungene Jubiläumsfest und die Ausgestaltung des Kreisfeuerwehrtages. Dieses Fest sei nicht nur ein Fest der Feuerwehr gewesen, sondern auch ein gelungenes Festwochenende für ganz Burgkunstadt.

Neuaufnahmen und Ehrungen

Zu den 50 aktiven Feuerwehrleuten, davon sind fünf Frauen, gesellten sich neun neue hinzu, die der Kommandant mit großer Freude per Handschlag in die Wehr aufnahm.
Durch das Ausscheiden eines Gruppenführers wurde eine Nachwahl nötig. Zum 1.  Januar  wurde Matthias Kohles zum neuen Gruppenführer ernannt, er ist für die Bereiche Absturzsicherung und ABC-Gefahrgut zuständig. Drei Feuerwehrleute wurden mit Urkunden und einem Präsent für ihren aktiven Dienst ausgezeichnet: Für zehn Jahre Andreas Greich; für 20 Jahre Michael Kannengießer und Patrick Schuster. Ingrid Kohles