Gremsdorf — Seit 13 Jahren gebe es bereits schon den Freundeskreis der Barmherzigen Brüder
Gremsdorf e.V., sagte dessen Vorsitzender Herbert Fiederling, "und wir könnten mit einem guten Gewissen zurückblicken".
Auch im vergangenen Jahr konnten durch Beiträge und Spendengelder in Höhe von 16 000 Euro Anschaffungen für die Einrichtung für Menschen mit Behinderung getätigt werden, die "sonst nicht möglich gewesen wären", die "keine öffentliche Förderung erfahren" hätten, berichtete Fiederling. Der Vorstandsvorsitzende nannte beispielhaft Trikots für die Fußballspieler mit Handicaps, Hilfsmittel für unterstützte Kommunikation, Sportgeräte, aber auch einen Sauerstoffkonzentrator für Bewohner, die "im Notfall auf Sauerstoffzufuhr angewiesen sind".
Fiederling bedankte sich aber auch für das große persönliche Engagement einzelner Freundeskreismitglieder, ob nun durch die aktive Mithilfe bei großen Festen und Feierlichkeiten, oder durch regelmäßige Dienste in der Einrichtung über das Jahr verteilt.
Ein weiterer Dank galt Mitarbeitern der Barmherzigen Brüder Gremsdorf, ohne deren Unterstützung die Arbeit des Freundeskreises kaum effektiv möglich wäre. Hervorzuheben sei, so Fiederling, Geschäftsführer Günther Allinger, der "Bemerkenswertes leistet", wie man bei der Gremsdorfer Behinderteneinrichtung "schon unschwer von außen erkennen kann".

160 Mitglieder

Rückblickend könne man wohl mit Fug und Recht behaupten, bei den Barmherzigen Brüdern Gremsdorf habe sich ein großer Wandel vollzogen.
Vorsitzender Fiederling verwies auch noch einmal auf den vor kurzem stattgefundenen "hohen Besuch aus Rom" durch Generalprior Jesús Etayo Arrondo, der auch die Arbeit des Freundeskreises der Gremsdorfer Einrichtung ausdrücklich lobend hervorhob.
Geschäftsführer Günther Allinger dankte all den "Freunden" für ihre finanzielle und auch persönliche Hilfe. "Ohne die Gelder der 160 Mitglieder wäre so manche Anschaffung nicht möglich gewesen", bestätigte auch der Leiter der Einrichtung.
Er erwähnte, dass die Barmherzigen Brüder Gremsdorf kurz vor der Vollendung des neuen Werkstattbaues stünden, und der Bezug des 32er-Wohnheimes an der Bechhofer Straße werde wohl termingerecht im Oktober dieses Jahres vollzogen werden.
Ein großes Ziel für die nähere Zukunft sei der Ausbau des ambulant betreuten Wohnens. Bereits zehn Frauen und Männer bereiten sich durch diese Wohnform auf ein vollkommen selbstständiges Leben mitten in unserer Gesellschaft vor, sagte Geschäftsführer Günther Allinger. Gleichzeitig kämen aber auch immer wieder Anfragen ins Haus, die Plätze für "Menschen mit einem hohen Hilfebedarf" suchen.

Enorme Nachfrage

Und er sehe sich schon weiteren Herausforderungen gegenüber. Die Förderstätte brauche aufgrund ständiger Neuanmeldungen neue Räumlichkeiten, und auch die Fachschule für Heilerziehungspflege/-hilfe platze durch die große Schülerzahl aus allen Nähten. "Wir benötigen aber dringend Fachkräfte - und die auch noch in absehbarer Zukunft", mahnte der Geschäftsführer, und dadurch sei man auf eine große Zahl an Auszubildenden angewiesen.
Als großes Highlight stünde für 2015 das 25-jährige Anerkennungsjubiläum der Werkstatt für Menschen mit Behinderung an, erwähnte schließlich noch Geschäftsführer Allinger. Und am Ende der Festtage "feiern wir am 14. Juni das Sommerfest".
Johannes Salomon