"Viele Lisberger nennen ihn einfach den roten Schneider und das ist keineswegs abwertend gemeint", würdigt Michael Bergrab, Bürgermeister der Gemeinde Lisberg, den Ehrengast des Abends. 28 Jahre war Harald Schneider als Gemeinderat aktiv, sechs Jahre davon als Zweiter Bürgermeister.

Einen großen Teil seines Lebens widmete der 64-jährige dem Ehrenamt und den Vereinen in Lisberg. Aus privaten Gründen schied Schneider aus dem Gemeinderat aus. Für sein Engagement wurde er geehrt.

Politisch fuhr Harald Schneider doppelgleisig - das aber aus gutem Grund. Bei Kommunalwahlen kandidierte Schneider stets auf der überparteilichen Liste Lisberg-Trabelsdorf (ÜPL). Jenseits von Lisberg ist seit fast 44 Jahren die Sozialdemokratie seine politische Heimat.

"Das funktionierte gut. Kommunalwahlen sind Persönlichkeitswahlen. Es geht um die Sache vor Ort und weniger um Parteipolitik", bilanziert Harald Schneider. red