Dampfach bekommt Internet in Lichtgeschwindigkeit. Im Wonfurter Rathaus ist die Freude groß: "Wir ermöglichen unseren Bürgern in Kürze den begehrten Zugang zum schnellen Internet", sagte Bürgermeister Holger Baunacher (JL) gestern bei der Vertragsunterzeichnung für den zügigen Breitbandausbau.
Dampfach und die Voigtsmühle erhalten einen Internetzugang komplett aus Glasfaserleitungen. Damit sind Download-Geschwindigkeiten von bis zu 200 Megabit pro Sekunde möglich. Das ist das Ergebnis der Ausschreibung im bayerischen Förderverfahren. Den Zuschlag erhielt die Deutsche Telekom.
"Schnelles Internet ist ein wichtiger Standortvorteil für die Gemeinde und steigert den Wert jeder einzelnen Immobilie. Dampfach wird bald zu den schnellsten Orten in Bayern zählen", sagte Holger Baunacher. Durch den zügigen Ausbau können über 200 Haushalte schon in zwölf Monaten Hochgeschwindigkeitsanschlüsse nutzen.
"Wir werden das Projekt zügig umsetzen", sagte Michael Gstädtner von der Telekom. Er ist sicher: "Mit dieser Technik spielt Dampfach in der Champions League."
Damit die Telekom Glasfaser legen kann, müssen auch die Immobilienbesitzer mitmachen. "Glasfaser gibt es nur gemeinsam", sagte Klaus Markert von der Telekom. "Für den Anschluss an das schnelle Netz brauchen wir eine Einverständniserklärung mit Unterschrift des Eigentümers."
Die Telekom wird nun mit der Feinplanung beginnen und anschließend in etwa zwölf Monaten rund elf Kilometer Glasfaser verlegen, wie Michael Gstädtner erklärte. Zeitgleich baut das Unternehmen moderne Übertragungstechnik auf, etwa in den Verteilern am Straßenrand und in der Vermittlungsstelle.


Kupfer war gestern

Danach erfolgt die Einbindung der neuen Leitungen in das Gesamtnetz der Telekom. In zwölf Monaten werden die sogenannten FTTH-Anschlüsse für die Kunden buchbar sein.
Beim Glasfaser-Ausbau wird die Leitung bis ins Haus verlegt, die Signale werden durchgehend optisch übertragen. Kupferkabel gibt es dann nicht mehr. Die Techniker arbeiten bereits an Entwicklungen, die noch höhere Geschwindigkeiten im Glasfasernetz möglich machen werden, sagte Klaus Markert. cr