Bamberg — Die Reise zum Weltpokal nach Backa Topola endete für die Keglerinnen des SKC Victoria Bamberg mit einer großen Enttäuschung. Mit dem Ziel, das Finale zu erreichen, waren sie nach Serbien gefahren, doch kamen sie nur auf Platz 4.
Die Vorzeichen standen nicht besonders günstig. Beata Wlodarczyk und Dany Kicker fehlten verletzt, und Ioana Antal war krank. Trotz dieser Handicaps spielte die SKC-Mannschaft in der Qualifikation mit 3501 Kegeln Bestleistung und belegte mit großem Vorsprung den ersten Rang. Mlaka Rijeka (Kroatien) folgte mit 3430 Holz vor Celje (Slowenien) mit 3401 und Rakoshegyi aus Ungarn mit 3368. Dabei überzeugten Sina Beißer (612), Corinna Kastner (608) und Beata Wlodarczyk (591). Antal kam auf 572 und Sabrina Imbs auf 559 Kegel. Die total indisponierte Beate Fritzmann wurde nach 263 Holz ausgewechselt und durch Melissa Stark ersetzt die mit 296 überzeugte. Im Halbfinale war die Mannschaft aus Ungarn der Gegner, gegen die sich die SKC-Damen auf Grund der Vorleistungen Chancen auf den Einzug in das Finale ausrechneten. Doch gleich in der ersten Runde über sechs Bahnen büßten die Bambergerinnen nahezu alle Chancen ein. Sina Beißer erwischte einen rabenschwarzen Tag und musste mit für sie schwachen 523 von der Bahn. Damit verlor sie gegen Safrany (582) 59 Zähler. Kastner überzeugte mit 602 erneut und schrieb 39 Kegel auf Fegyveres gut. Imbs steigerte sich auf 572 Kegel, konnte aber gegen Mehesz (616) nichts gutmachen. Somit hatte der SKC Victoria einen Rückstand von 1:2 Mannschaftspunkten (MP) und 64 Kegel weniger.


Schlechtester Auftritt seit Jahren

Die zweite Bamberger Gruppe mit Wlodarczyk (555) und Antal (558) konnten mit ihren Leistungen das Spiel nicht mehr drehen. Als weitere Spielerin kam Melissa Stark zu einem kompletten Einsatz und machte mit 564 Kegel einen guten Eindruck. Obwohl sie 23 Kegel mehr als ihre Gegnerin hatte, reichte es nicht mehr. Das Unerwartete war eingetreten, und die Victoria musste mit einem der schlechtesten Auftritte der letzten Jahre die Segel streichen. 3374 Kegel waren undiskutabel, Rakoshegyi gewann mit 3449 Kegeln sowie 5:3 MP und zog verdient in das Finale gegen Celje ein.
Um dem Ganzen dann noch die Krone aufzusetzen, verloren die Bambergerinnen auch noch das Spiel um den dritten Platz. Obwohl sie sich wieder steigerte, hatte die Mannschaft am Ende auch noch das Pech, das Match mit drei Kegeln zu verlieren. Erfahrene Spielerinnen wie Antal, die den vorletzten Wurf verfehlte und Fritzmann, die zwei zusammenstehende Kegel nicht traf, hätten es schaffen können. So fehlten die entscheidenden letzten Anwürfe, die den dritten Platz von KK Mlaka Rijeka noch hätten verhindern können. Während fünf Spielerinnen nahezu das gleiche Niveau abriefen, konnte Stark nicht mithalten. Nach 133 und 122 kam Fritzmann für sie ins Spiel, doch sie enttäuschte mit 129 und 133 erneut. 514 Holz für beide sind absolut nicht ausreichend. Rijeka hatte 3417 Kegel erzielt, der SKC Victoria 3414, damit mit 3:5 MP verloren und den dritten Rang verpasst. Sieger des Weltpokals wurde die Übermannschaft der letzten Jahre, KK Celje aus Slowenien. Sie gewann das Finale gegen Rakoshegyi mit 6:2 MP. maha


Spiel um Platz 3

KK Mlaka Rijeka -
SKC Victoria Bamberg 5:3
12:12 Satzpunkte / 3417:3415 Holz)
Basic-Palkovic - Wlodarczyk (550:572) 1:3
Pavlic - Imbs (554:586) 1:3
Jambrovic - Beißer (589:575) 3:1
Zver - Kastner (553:578) 1:3
Maricic - Antal (600:589) 2:2
Peros - Stark/ Fritzmann (571:514) 4:0