Kulmbach — Das Deutsche Anleger-Fernsehen (DAF) hat die Insolvenz überstanden. Das berichtet der Online-Mediendienst "turi.2". Danach ist DAF nach der Insolvenz nun wieder ein reiner Web-TV-Sender mit angeschlossener Produktionsfirma.
Alle Gläubiger haben den Insolvenzplan angenommen, teilt die Firma mit Sitz in Kulmbach mit. Von ehemals 39 Mitarbeitern sind nach fünf Monaten Restrukturierung noch 20 dabei, betont der als Restrukturierungsvorstand eingesetzte Berliner Anwalt Christian Köhler-Ma.


App statt Satellit und Kabel

Statt wie seit 2007 auch über Satellit und Kabel sendet der Sender nun nur noch über das Internet. Damit spart sich der Börsensender aus der Kulmbacher Förtsch-Gruppe zwar die hohen Fixkosten, verzichtet aber auch auf die mögliche Reichweite.
Um möglichst umfassend verfügbar zu sein, bietet der Kanal laut "turi.2" nicht nur Apps für Mobil-Betriebssysteme, sondern auch für Smart-TVs und Amazons Fire TV an. Der Erfolg dieser Strategie hängt also davon ab, ob sich die TV-Zuschauer in die Apps ziehen lassen. red