Lichtenfels — "Wärmedämmung ist eine Modernisierung und keine Reparatur", informierte der Vorsitzende des Mietervereins, Siegfried Weber, beim jüngsten Beratungsabend in der Gaststätte "Wallachei".
Der Vermieter dürfe deshalb die Kosten mit elf Prozent auf die Jahresmiete umlegen. Diese gelte aber nur für Maßnahmen, die der Vermieter durchführen lasse. Mieter könnten begrenzt auch selbst aktiv werden. Beispielsweise senke eine dünne Isolationsschicht hinter dem Heizkörper den Wärmeverlust erheblich. Dafür gebe es im Baumarkt relativ günstige Dämmmatten als Polystyrol und entsprechende Kleber. Kunststoffdichtungen in Fenstern und Türen würden im Laufe der Zeit porös und damit undicht.
In vielen alten Häusern haben Türen sogar überhaupt keine Dichtungen. Mögliche Lösungen seien hier Gummidichtungen oder Dichtungsbänder aus dem Baumarkt, die selbst angebracht werden können. Rollladenkästen seien laut Weber häufig energetische Schwachstellen. Deshalb sei deren Dämmung ebenfalls eine sinnvolle und effektive Maßnahme. Besonders dünn und damit platzsparend seien aluminiumbeschichtete Dämmtapeten, es gebe aber auch vorgefertigte Dämmelemente speziell für eine Rollladenkasten-Dämmung. Es bestehe keine Pflicht, energetisch zu modernisieren. Der Vermieter könne nicht gezwungen werden, tätig zu werden. Mieter könnten aber Verbesserungsvorschläge unterbreiten. PZ