Altenstein — Der Sachschaden blieb zum Glück gering, aber drei Personen wurden verletzt: Am Samstagnachmittag ist, wie die Kriminalpolizei Schweinfurt berichtet, im Dachstuhl eines Einfamilienhauses im Maroldsweisacher Gemeindeteil Altenstein ein Feuer ausgebrochen. Den Angaben zufolge hatte der Hausbesitzer auf dem Dach sogenannte Bitumenarbeiten zum Abdichten ausgeführt. Die hinzugerufenen Feuerwehren bekamen die Flammen schnell in den Griff.
Die Schweinfurter Kriminalpolizei schildert das Geschehen wie folgt: Gegen 14 Uhr hatte der 53-Jährige das Feuer entdeckt und sofort die Feuerwehr verständigt. Er hatte zuvor auf dem Dach gearbeitet, sich während der Arbeiten aber mit heißem Teer an der Hand verbrannt und deshalb seinen Arbeitsbereich verlassen, um sich zu verarzten. Bei seiner Rückkehr züngelten bereits die Flammen.

Rauchgas eingeatmet

Der Hausbesitzer und seine gleichaltrige Ehefrau, die beide das Anwesen bewohnen, sowie der zu Hilfe gekommene 35-jährige Sohn, erlitten bei dem Vorfall leichte Rauchgasvergiftungen. Der 53-Jährige hatte sich außerdem bei den Bitumenarbeiten so stark an der Hand verbrannt, dass er zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden musste.

68 Mann im Einsatz

Am Brandort waren die Feuerwehren Altenstein, Hafenpreppach, Pfarrweisach, Maroldsweisach, Ebern und Pfaffendorf mit insgesamt 68 Mann im Einsatz. Auch Notarzt und BRK waren vor Ort.
Der Dachstuhl des Wohnhauses wurde durch das Feuer im Firstbereich teilweise zerstört. Die Schadenshöhe wird vorläufig auf ca. 40 000 Euro beziffert. Zunächst haben Beamte der Polizeiinspektion Ebern den Brandfall aufgenommen. Die weiteren Ermittlungen hat die Kriminalpolizei Schweinfurt übernommen.
"Es spricht vieles dafür", haben die zuständigen Kräfte in der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums mitgeteilt, "dass der Ausbruch des Feuers mit den Dacharbeiten zusammenhängt".