Die ehemalige Kreisstadt hängt am Tropf des Freistaats. Zwar werden zahlreiche wichtige Maßnahmen durchgeführt, die Aufwendungen dafür aber kann die Kommune nicht aus eigenen Wirtschaftskraft schultern, sondern nur durch hohe Zuwendungen. Darauf wurde bei der Hauptversammlung des CSU-Ortsverbands hingewiesen.

Für die Zukunft fordern die Christsozialen eine beherztere Politik des Bürgermeisters. "Der muss sich trauen, auch mal große Dinge anzugehen", verdeutlichte Lars Leutheußer für die CSU-Fraktion im Stadtrat. Konkret denkt er an die Ausweisung eines Gewerbegebiets.

Leutheußer berichtete in der Gastwirtschaft "Weißes Rößl" aus der Stadtratsarbeit. Er sprach von "bewegten Zeiten": Viele Baumaßnahmen würden bereits umgesetzt oder seien ins Auge gefasst. Auch im Kindergarten herrsche großer Investitionsbedarf. Der bräuchte Platz für zwei Gruppen. Die geschätzten Kosten lägen hier bei 2,5 Millionen Euro, was der Redner mit dem Begriff "unglaubliche Zahlen" kommentierte.

Hinsichtlich des Baus der neuen Schulturnhalle unterstrich Stadtrat Wolfgang Heiß die Rolle der CSU, die das Projekt maßgeblich gefordert und vorangetrieben habe.

Vorsitzender Klaus Witzgall hatte zuvor die Aktivitäten des zurückliegenden Jahres beleuchtet. Es habe zahlreiche Initiativen gegeben. Eine sehr große Resonanz habe die Fahrt nach Dresden gezeitigt. Wichtig erachtete der Vorsitzende die Herausgabe des eigenen Parteiorgans "Blickpunkt Stanich".

Den Rechenschaftsbericht für die Junge Union erstattete Jonas Gleich, die Finanzlage erläuterte Stephan Seifert. Stefanie Kühn und Michael Martin hatten die Kasse geprüft und für in Ordnung befunden. Grußworte sprachen stellvertretender Kreisvorsitzender Frank Wilzok sowie MdL Martin Schöffel. Letzterer wertete es als Erfolg, dass das Forstamt erhalten bleibt. Zudem würdigte er die Initiativen des Freistaats zugunsten der Kulmbacher Region: "Kein anderer Landkreis ist so gut bedient worden."

Für ihre Verdienste und langjährige Treue zum Ortsverband erhielten folgende Mitglieder Auszeichnungen: Jörg Eberlein (zehn Jahre); Adolf Hildner und Ludwig Göldel (35); Gerhard Will (40); Helmut Utz und Gerhard Michel (45). red