Der CSU- Ortsverband Maroldsweisach wählte bei seiner Hauptversammlung mit Blick auf die Europawahl 2019 aus den Reihen der Mitglieder Delegiertet, die zu einem späteren Zeitpunkt den Spitzenkandidaten des Wahlkreises nominieren.
Gewählt wurden: Rupert Fichtner, Wilhelm Schneider, Melanie Gräbner, Adolf Korn, Erhard Denninger, Ludwig Biener und Peter Welz. Ortsvorsitzender Rupert Fichtner freute sich, gleich zwei Landräte begrüßen zu können. Zum einen den stellvertretenden Ortsvorsitzenden und Landrat des Haßberge-Kreises, Wilhelm Schneider, und zum anderen den Landrat des Rhön-Grabfeld-Kreises und Bezirksrat im Bezirkstag Unterfranken, Thomas Habermann.
In seinen Ausführungen ging der frühere Richter und Staatsanwalt Habermann auf aktuelle Themen ein.
Unter anderem auf den "Kreuz-Erlass". Die Bayerische Staatsregierung hatte vor einigen Wochen angeordnet, im Eingangsbereich aller Landesbehörden deutlich sichtbar Kreuze anzubringen. Dafür hatte es Zustimmung, aber auch Kritik unter anderem von Kirchenvertretern gegeben. Habermann sagte, er könne die Kritiker aus der katholischen und evangelischen Kirche nicht verstehen. Markus Söder sei ein bekennender Christ, für den das Kreuz zum täglichen Leben dazu gehört, auch in der Öffentlichkeit.


Kein Freibrief

Das andere brisante Thema war das Polizeiaufgabengesetz (PAG). Habermann nahm es gegen Kritik in Schutz: Das neue Gesetz werde Leben retten und die Opfer schützen. Neu sei, dass die Sicherheitsbehörden bereits präventiv tätig werden könnten und nicht erst bei einem konkreten Verdacht, etwa dann, wenn ein Betrunkener ins Auto steige. Das Gesetz sei aber kein Freibrief für willkürliches Handeln der Sicherheitsorgane. Es verlange weiter die richterliche Anordnung.
Im Anschluss an die Ausführungen von Thomas Habermann folgte eine rege Diskussion. Viele verschiedene Themen wurden angesprochen: Reichsbürger, Sicherheit, Tierheim Haßfurt, Wahlkampf, SPD, Biberplage, Wölfe, Sparkassen-Fusion ... Antworten d gaben Thomas Habermann und Wilhelm Schneider.


Wahl und Ehrungen

Nach Abarbeitung der weiteren Tagesordnungspunkte folgte die Wahl der besonderen Delegierten für die Europawahl im kommenden Jahr.
Als Abschluss wurde das Ganze umrahmt von Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft im Ortsverband. Für zehnjährige Mitgliedschaft wurde Volker Neu, für 30 Jahre in der CSU Petra Kimmel geehrt. Eine Anerkennung für 35 Jahre in der CSU erhielten Adolf Müller und Rita Brünnler. Diwe Mitglieder Petra Kimmel und Rita Brünnler konnten an der Ehrung nicht teilnehmen. red