In einer Stellungnahme wundert sich der CSU-Ortsverband Kunreuth/Weingarts, dass sich Vertreter des Staatlichen Bauamtes Bamberg, des Landratsamtes Forchheim, der Polizei Forchheim sowie als einziger geladener Gemeindevertreter der Bürgermeister der Gemeinde Kunreuth, Konrad Ochs (CSU), zu einem Ortstermin entlang der Staatsstraße 2236 ein gefunden hätten.
Die Gemeinde Kunreuth hat seit der Sperrung der Ortsdurchfahrt von Neunkirchen für Lastwagen unter erhöhtem Lkw-Verkehr zu leiden. Der CSU-Ortsverband Kunreuth/Weingarts habe schon 2010 dem Bayerischen Innenminister über 500 Unterschriften vorgelegt und durch das Aufstellen von Bobby-Cars in Weingarts vergeblich auf diese Situation aufmerksam gemacht, schreibt CSU-Ortsvorsitzender Edwin Rank im Namen des Ortsverbandes.
Nun habe aufgrund des Neubaus der ICE-Strecke der Lkw-Verkehr auf der Staatsstraße 2236 "ein für die Bevölkerung nicht mehr zu ertragendes Ausmaß angenommen". Auf Initiative von MdB Thomas Silberhorn (CSU) habe sich im Januar der CSU-Ortsverband mit der JU Weingarts sowie dem Zweitem Bürgermeister Ernst Strian (Dem.) direkt an das Staatliche Bauamt gewandt und zahlreiche Ideen zur Verkehrsberuhigung vorgeschlagen. Zu dem nun stattgefundenem Ortstermin seien weder ein Vertreter dieser Verbände noch ein betroffener Anwohner geladen worden. So sei bei dem Termin "für die leidgeplagten Bürger außer schönen Worten wieder einmal nichts herausgekommen".
Die erwähnte Tempo-30-Beschränkung für Lkw bringe zwar temporär eine gewisse Entlastung, aber eine spezielle Lösung sei das nicht. Stattdessen sei nur erklärt worden, was alles nicht gehe. "Keine Querungshilfe innerorts? Keine Verkehrsinsel außerorts? Keine farblich abgesetzte Zone für Fußgänger? Keine Absperrung in den Kurven, die Fußgängern Sicherheit bieten könnte?", fragt der CSU-Ortsverband. Dies sei für die Einwohner ein "sehr unbefriedigendes und enttäuschendes Ergebnis". red