Bei der Jahresversammlung des CSU-Ortsverbandes Knetzgau wurde der bisherige Vorsitzende Mark Zehe einmütig in seinem Amt bestätigt. Ihm zur Seite steht ein Team, das die bevorstehende Kommunalwahl in den Fokus rücken und auch eine Alternative für die Bürgermeisterwahl präsentieren will.

"Die Vorbereitung der Kommunalwahlen wird in diesem Jahr im Mittelpunkt der Arbeit des CSU-Ortsverbandes Knetzgau stehen. Jeder Ortsverband in unserem Gemeindebereich muss deswegen schon jetzt Ausschau nach geeigneten Kandidaten halten", betonte Vorsitzender Zehe. So habe man schon ein Kommunalwahlteam gegründet, das sich diesem Thema in besonderer Weise annehmen werde. Jeder sei hier aufgefordert, seinen Beitrag zu leisten.

Einige jüngere Frauen aus der Frauenunion Knetzgau unterstrichen dabei ihren Wunsch, auch Frauen auf der Liste einen entsprechenden Platz einzuräumen, um mit erfahrenen und jungen Kandidaten eine gute Mischung zu erreichen. Mark Zehe stellte in Aussicht, dass man die Plätze zwischen den CSU-Ortsverbänden und Gemeindeteilen abspreche und man davon ausgehen könne, dass der Ortsverband elf von 20 Plätzen besetzen könne.

Eine weitere Herausforderung sei es, die Struktur des Ortsverbandes neu zu beleben und zu überlegen, wie man zu Neumitgliedern komme. Hier wolle man gezielt auf junge Bürger zugehen und sie in den Ortsverband einbauen. Die Zusammenarbeit mit den übrigen Ortsverbänden auf Gemeindeebene funktioniere gut, sei aber auch noch ausbaufähig, sagte Mark Zehe.

Bei der Aussprache kamen einige Themen ins Gespräch, welche die Mitglieder besonders berührten. So gab es Kritik am Verkehrsverhalten von Autofahrern vor der Schule, an der ein absolutes Halteverbot besteht. Dies sei auch wiederholt in den Gemeinderatssitzungen angesprochen worden, aber es passiere nichts, hieß es.

Einige Teilnehmer erinnerten daran, dass es vor Jahren dort schon einmal einen Parkwächter gegeben habe, und da habe es funktioniert. "Warum ist der nun nicht mehr da?", lautete die Frage, wenn Gemeinde oder Schule dazu nicht in der Lage sei. Aber auch den Eltern sollte wieder einmal nähergebracht werden, dass sie mit ihrem Fahrverhalten selbst ihre eigenen Kinder gefährden könnten.

Kritik wegen Hofmann-Halle

Auch die Forderung "Knetzgau braucht eine Festhalle" wurde in die Diskussion geworfen. Viele Bürger würden nicht begreifen, wurde betont, dass man ein Gebäude wie die derzeit geschlossene Franz-Hofmann-Halle einfach abreißen wolle. Man habe die Halle einfach von heute auf morgen zugemacht und bis heute sei nichts geregelt, außer dass Tische und Stühle nach dem Windhundprinzip verkauft und auch das Geschirr veräußert wurde. Außerdem werde die Halle als Lager für alles Mögliche benutzt.

Übereinstimmung herrschte darin, dass in Westheim das Projekt "Mantel-Wirtschaft" zu einer guten Sache und zu einem Mittelpunkt werden könnte. Schließlich wollten die Westheimer ihren "Schwarzen Adler" erhalten. Allerdings müsse man dabei die Folgekosten noch mehr in den Fokus nehmen und die Vereine verpflichten, sich einzubringen, wurde gefordert.

Das weitere Ergebnis der Neuwahlen lautet: Zu Stellvertretern Zehes wurden gewählt: Jürgen Schnös und Christina Stula. Schatzmeister wurde Heribert Finger und Schriftführer Stefan Seubert. Zur Ortsvorstandschaft wurden bestimmt: Michael Melber, Barbara Hein, Silke Greubel-Stevanovic, Alexander Ambros, Klaus Glück, Otmar Männling, Rainer Feldmann und Josef Kuhbandner; die beiden Kassenprüfer sind Josef Ambros und Franz Möhler.

Der CSU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Günther Geiling, unterstrich die Bedeutung der Europawahl. Die Bürger sollten von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen, um extremen Parteien keine Chance zu lassen. Erstmals biete sich die Chance für die CSU, mit Manfred Weber nach der Wahl den Kommissionspräsidenten zu stellen.

Er sprach Themen aus der Kreispolitik an und nahm zur Einführung der Gelben Tonne Stellung. Wichtig ist für ihn, dass die Wertstoffhöfe in allen Gemeinden erhalten werden. gg