"Im vergangenen Jahr konnte der CSU-Kreisverband Haßberge so viele Neumitglieder für die Parteiarbeit begeistern wie kein anderer Verband in ganz Unterfranken." Das sagte Kreisvorsitzender Steffen Vogel beim Neumitgliederempfang seiner Partei in Wonfurt. "Mit insgesamt 166 Neueintritten in die CSU sowie in Arbeitskreisen und -gruppen war das Jahr 2017 sehr erfolgreich", erklärte der Landtagsabgeordnete.
Der Wonfurter Pfarrsaal platzte aus allen Nähten, als auch Dorothee Bär ihren ersten offiziellen Auftritt in ihrem heimatlichen Wahlkreis als neu ernannte Staatsministerin für Digitales hatte. "Es tut einfach gut, nach den turbulenten letzten Wochen wieder zu Hause in der eigenen Heimat zu sein", erklärte Bär, "zumal zu so einem schönen Anlass, bei dem deutlich wird: Die CSU ist eine Mitmachpartei." Es brauche Menschen, die bereit sind, sich hinzustellen und zu sagen: "Ich stehe für etwas und setze mich dafür ein."
Viele hätten Angst, auf eine andere Meinung zu stoßen, und wollten deshalb keine Farbe mehr bekennen. Wer aber so denkt, ist sich die Staatsministerin sicher, überlässt das Feld denen, die am lautesten schreien und nur deswegen meinen, eine Mehrheit zu vertreten.
Zu ihrem neuen Arbeitsplatz im Kanzleramt sagte Bär, dass sie sich gewissermaßen als "Startup" fühle, weil dieses Amt noch nie dagewesen sei und es noch an Strukturen fehle, die sie aber relativ frei gestalten könne. Den letzten CSU-Staatsminister im Kanzleramt gab es vor rund 60 Jahren.
Wonfurts Bürgermeister Holger Baunacher bezeichnete die Gemeinde Wonfurt als "Vorreiter in Sachen Digitalisierung". Der Gemeindeteil Dampfach sei seit kurzem mit FTTH (Fibre to the Home) versorgt und somit der erste komplette Ort in ganz Unterfranken, in dem diese moderne Glasfaser-Technik bis zur Anschlussdose der Kunden verbaut wurde.


Wer die meisten Mitglieder warb

Geehrt wurden die erfolgreichsten Mitgliederwerber, die sich stark engagiert hatten und dafür ein großes Lob erhielten. Bei den Einzelpersonen war das allen voran Thomas Wagenhäuser aus dem CSU-Ortsverband Aidhausen, gefolgt von Timo Hohnhausen (Junge Union), Simone Berger (Frauenunion Ebern), Steffen Vogel (CSU Theres), Hermann Niediek (CSU Burgpreppach), Sascha Kess (CSU Theres), Wolfgang Kunzmann (Seniorenunion), Pascal Häußinger (ASP-Kreisverband), Sven Ganzinger (CSU Theres), Stefanie Hümpfner (CSU Königsberg), Ilker Martin Özalp (CSU Haßfurt) und Katharina Wohlpart-Wagenhäuser (CSU Untertheres).
Die erfolgreichsten Ortsverbände waren Aidhausen, Theres, Ebern, Haßfurt, Burgpreppach, Königsberg und Augsfeld. Die Gewinner des parteiinternen Wettbewerbes erhielten aus den Händen von Kreisvorsitzendem Vogel und Kreisgeschäftsführer Gerhard Zösch eine Urkunde und ein kleines Präsent.
Daneben standen auch die Neumitglieder im Fokus der Veranstaltung. Mit den Worten "Es ist nie zu spät, den richtigen Weg einzuschlagen" freute sich Dorothee Bär ganz besonders, Uschi Pfusch als neues Mitglied empfangen zu können, die trotz ihres 79. Geburtstages zu dem Ehrenabend gekommen war.
Einen regen Austausch gab es dann auch im Anschluss, wofür viele Mandatsträger zur Verfügung standen, so zum Beispiel Landrat Wilhelm Schneider und zahlreiche Bürgermeister. Steffen Vogel war stolz darauf, dass mit dem Ehrenkreisvorsitzenden Albert Meyer ein CSU-Urgestein mit von der Partie war. Der ehemalige Landtagsabgeordnete und Staatssekretär im bayerischen Finanzministerium kann in den nächsten Tagen bereits seinen 92. Geburtstag feiern. Trotzdem ist Meyer heute noch sehr aktiv und nimmt an vielen Veranstaltungen teil.
Vogel lud auch zum 60-jährigen Bestehen der Jungen Union Haßberge ein, die am 8. April einen Festabend in Königsberg veranstaltet. Als Ehrengast hat Ministerpräsident Markus Söder sein Kommen zugesagt. cl