von unserer Mitarbeiterin 
Veronika Schadeck

Kronach — "Ich bin total von den Socken", freute sich Mathilde Hutzl am Freitagabend in der Historischen Markthalle. Die Vorsitzende der Frauen Union blickt auf eine lange Geschichte in der Kronacher CSU zurück: Sie war 24 Jahre lang Stadträtin, mehr als 20 Jahre stellvertretende CSU-Ortsvorsitzende und seit 2001 steht sie an der Spitze im Kreisverband der Frauen Union. Am Freitagabend wurde Hutzl zum Ehrenmitglied ernannt. Und sie gestand: "Ich habe gern für die CSU gearbeitet."


Über Landkreisgrenzen schauen

Auch ihr CSU-Weggefährte und Ehrenvorsitzende Heinz Hausmann, seit 50 Jahren Mitglied der Kronacher CSU, erhielt eine Auszeichnung. Und er erklärte, noch einiges vorzuhaben: "Ich gebe mir Mühe, gesund zu bleiben, dann könnt ihr mich in 25 Jahren für 75-jährige Mitgliedschaft ehren. Ich bin dann 99 Jahre!" Der Kommunalpolitiker und ehemalige MdL, der lange Jahre den Ortsverband führte, gestand, dass das für ihn größte Ereignis die Grenzöffnung im Jahr 1989 war. Er sei vor der Wende oftmals an der Grenze bei Burggrub gewesen und dachte: "Neuhaus/Schierschnitz werde ich nie sehen!"
"Eine tolle Musik, eine tolle Atmosphäre!", lobte der Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Bernd Silber: "Ich habe mich in Kronach verliebt!" Er nahm neben Angela Hofmann, der Zweiten Bürgermeisterin der Stadt Kronach und dem CSU-Landratskandidaten Klaus Löffler an der Podiumsdiskussion teil.
Auf die Frage der Moderatorin Daniela Thüroff, was Kronach bezüglich einer Belebung des Kulturtourismus tun könne, riet Sibler, sich über die Kreisgrenzen hinaus zusammenzuschließen. In diesem Zusammenhang erwähnte er die 2017 stattfindende Landesausstellung in Coburg, die Domstadt Bamberg, die Richard-Wagner-Stadt Bayreuth. Es genügten aber nicht nur ein Konzept und Netzwerke, sondern auch die Hotelinfrastruktur müsse stimmen.
An den CSU-Landratskandidaten Klaus Löffler ging die Frage, wie er sich "als einer aus dem Norden" denn für Kronach einsetzen werde? Der Landkreis sei als ein ganzes Gebilde zu sehen, so Löffler. "Er ist ringsum umgeben von Landkreisen, die sich positiv weiterentwickeln." Nicht zuletzt deshalb benötige der Landkreis attraktive Gemeinden und eine "starke Kreisstadt als Lokomotive".
Bernd Sibler wurde gefragt, welchen Einsatz München für Kronach zeige. Hier nannte der Gefragte den Neubau der Hochschule, Behördenverlagerungen nach Oberfranken und den kommunalen Finanzausgleich. Er betonte, dass die CSU seit Kriegsende bis auf drei Jahre die Regierung in Bayern gebildet habe. Dies komme nicht von ungefähr. Die CSU sei daran gemessen worden, wie sie Probleme gelöst habe. Zu Wort kam auch Jörg Schnappauf, Vorsitzender der Jungen Union (JU). Er begründete sein politisches Engagement zum einen mit der Freude, die das mache und weil die JU Impulse innerhalb der Kommunalpolitik setzen könne.
Der CSU-Bezirksvorsitzende Jonas Geißler rechnete vor, dass wenn man die Geburtstage von CSU, JU und FU addiere, man auf insgesamt 185 Jahre komme.