In den Analysen des Wahlergebnisses der Bundestagswahl vom 24. September wurde die Gereuth häufig als derjenige Stadtteil dargestellt, in dem die AfD mit knapp 31,51 % stärkste Partei - noch vor SPD (23,56 %) und CSU (22,19%) - geworden sei.
Dem widerspricht nun der zuständige CSU-Ortsvorsitzende Wolfgang Grubert in einer Pressemitteilung nachdrücklich. Sein Argument: Es dürften nicht nur die Stimmen der Wähler betrachtet werden, die im Stimmlokal Baskidhall gewählt hätten, sondern es müssten auch die Voten der Briefwähler aus dem Briefwahlbezirk 9 (= Baskidhall) mitberücksichtigt werden.
Zählt man die beiden Ergebnisse zusammen, so ergibt sich laut Grubert ein anderes Bild: Demnach ist die CSU mit 26,47% die stärkste politische Kraft in der Gereuth. Erst auf Platz 2 folgt die AfD mit 25,18%. Danach kommen SPD (22,32%), Linke (7,44%), FDP (6,87%) und Grüne (5,72%). "Diese Zahlen führen deutlich vor Augen, dass die Gereuth nicht der vermeintlich ,rechte Stadtteil' in Bamberg ist, als der sie dargestellt worden ist. Trotz der neu hinzugekommenen AfD ist die CSU die stärkste politische Kraft in dem Stadtteil, wie sie es auch in den letzten Jahren war", führte Grubert aus.
Der CSU-Ortsvorsitzende bat darum, bei künftigen Analysen die Ergebnisse aus den Wahllokalen und den zuordbaren Briefwahlbezirken zusammenzuzählen. red