Über die Corona-Situation an der Schule seit dem 13. März berichtete Schulleiterin Ulrike Neidiger-Pohl in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag. "Wir haben eine harte Zeit hinter uns, und das Lehrerkollegium hat ein Höchstmaß an Arbeitsaufwand und Einsatz zu bewältigen", gab sie zu verstehen.

Der Unterricht erfolge zurzeit nach einem Notstundenplan mit bis maximal fünf Stunden Unterricht pro Tag, Maskenpflicht gebe es im Haus und in den Gängen, die Pausen seien zeitversetzt, die Klassen seien dabei getrennt, Begegnungsverkehr werde vermieden. Sportunterricht finde nicht statt. Statt des Sportqualis werde es nur eine sportpraktische Einzelprüfung nach einem strengen Hygienekonzept geben.

"Für das kommende Schuljahr planen wir erst einmal normal, wobei sich ständig noch etwas bezüglich der Vorschriften ändern kann. Hinzu kommt ein akuter Lehrermangel", sagte sie. Es komme eine sehr starke 6. Klasse mit 29 Schülern, ebenso lägen 29 Anmeldungen für die 5. Klasse vor, sagte Neidiger-Pohl.

Eine Teilung der Klassen sei jedoch damit noch nicht notwendig. Derzeit würden 104 Schüler an der Lautertaler Schule unterrichtet. Martin Flohrschütz bedankte sich beim hoch motivierten Lehrerkollegium unter Beifall aus dem Gremium für das überaus hohe Engagement.

Die Schulturnhalle bleibt weiterhin geschlossen, ohnehin stehen Renovierungsarbeiten vom 2. Juli bis 8. November an. Die Volkshochschule klärt noch den Bedarf für ihr "Restprogramm" Frühjahr/Sommer ab.

Ein zusätzlicher Schulbus auf der Strecke zwischen Dörfles-Esbach und Unterlauter fährt nach der dritten Stunde, ein zusätzlicher Bus ist wegen des erforderlichen Abstandes, der eingehalten werden soll auch für die Mittelschule Am Lauterberg eingesetzt.

Der Gemeinderat hat beschlossen, die alte Toranlage, als Zugang zum Pausenhof, durch eine Schwebetoranlage zu ersetzen. Von Kosten in Höhe von 5260 Euro, kann eine Versicherungsleistung in Höhe von 5100 Euro abgezogen werden.

Gemeinde gegen Mastbau

Die Deutsche Telekom hat die Gemeinde über den beabsichtigten Aufbau einer Mobilfunksendeanlage am Ortseingang von Unterlauter informiert. Da sich der vorgesehene Aufstellungsort an exponierter Stelle befindet und auch die Höhe nicht bekannt gegeben wurde, sieht der Gemeinderat darin eine erhebliche Störung des Ortsbildes. Deswegen stimmte der Gemeinderat am Donnerstag gegen die Errichtung. Im Antwortschreiben an die Telekom will die Kommune Ausweichvorschläge machen. Zweiter Bürgermeister Martin Rebhan empfahl zum Beispiel, den Mast auf dem Gelände der Autobahnmeisterei nahe der Autobahn aufzustellen. Wie der neue Verwaltungsleiter Cedric Lindner erläuterte, sei die Einflussmöglichkeit der Gemeinde gesetzlich äußerst eingeschränkt. Bis zu einer Höhe von zehn Metern sei ein solcher Bau grundsätzlich genehmigungsfrei. Außerdem sei Bauen im Außenbereich auch bei größerer Höhe privilegiert. Dennoch forderten die Ratsmitglieder, die Ablehnung an dem beabsichtigten Standort deutlich zu machen.

Antennenaustausch

Ausgetauscht werden sollen die Antennen an der vorhandenen Mobilfunksendeanlage in Neukirchen. Es lag ein Schreiben der Telefonica Germany GmbH & Co. KG vor. Dazu gibt es von der Gemeinde keine Einwände. Norbert Seitz empfahl jedoch, darum zu bitten, dass mit den Veränderungen auch eine dringend notwendige Verbesserung der Empfangsbedingungen im unteren Bereich von Neukirchen sowie in Tiefenlauter mit berücksichtigt werde und die Lücken geschlossen würden.

Frances Büchner verlässt die Gemeindeverwaltung per 1. Juli. Für die Neueinstellung einer Mitarbeiterin im Sekretariat sind 128 Bewerbungen eingegangen, daraus wurden 29 Personen zu Bewerbungsgesprächen eingeladen, vier Bewerberinnen sind in der Endauswahl.