Das Gesundheitsamt Haßberge meldet neun weitere Neuinfektionen mit dem Coronavirus und einen weiteren Todesfall. Ein 92-jähriger Mann mit schweren Vorerkrankungen ist mit oder an Corona am Sonntag in einer Klinik verstorben, wie das Landratsamt gestern mitteilte.

Mit den neun Neuinfektionen steigt die Gesamtzahl der bisher bestätigten Fälle auf 1551 (Stand: 21. Dezember, 15 Uhr). 1188 Bürger sind inzwischen wieder genesen. Derzeit sind 327 Personen mit dem Virus infiziert. Zurzeit werden 19 Personen stationär im Krankenhaus behandelt, davon zwei auf der Intensivstation. 37 Menschen sind im Zusammenhang mit der Infektion verstorben. In häuslicher Isolation befinden sich 866 Personen. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit aktuell bei 145,76 für den Landkreis.

Wie gestern kurz berichtet, kam es Ende vergangener Woche zu einem durch das Gesundheitsamt bestätigten Ausbruchsgeschehen in der Akutgeriatrie im Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken. Zunächst wurden in diesem Bereich neun Patienten und neun Mitarbeiter positiv auf Corona getestet. Während die Zahl der Patienten seit Freitag stabil geblieben ist, steigerte sich die Anzahl der Mitarbeiter auf nunmehr 25 (Stand: Montag, 10 Uhr). Betroffen sind sowohl Ärzte als auch Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Mitarbeiter der Stationsorganisation sowie des Hol- und Bringdienstes. Alle Betroffenen haben sich sofort in Quarantäne begeben und werden weiterhin engmaschig durch das Gesundheitsamt betreut, so das Landratsamt weiter.

Gerade im sensiblen Bereich der Altersmedizin gelten laut Behörde höchste Hygienestandards. Wie auf allen anderen Stationen der beiden Häuser in Haßfurt und Ebern tragen die Mitarbeiter bei patientennahen Tätigkeiten seit 26. November durchgängig die FFP2-Masken. Dennoch haben sich Patienten, deren PCR-Eingangstests zu Beginn des Krankenhausaufenthalts negativ waren, im Laufe ihres Aufenthalts angesteckt. Sie wurden sofort isoliert.

Derzeit wird mit Hochdruck eruiert, wie es zu diesem Ausbruch kommen konnte. Es wurden Sofortmaßnahmen eingeleitet, um das Schutz- und Hygienekonzept hier weiter zu verschärfen. Am Montag fand zudem eine Begehung mit dem Gesundheitsamt statt. Währenddessen sind sowohl die ärztliche als auch die pflegerische Betreuung der auf der Station verbleibenden Patienten weiterhin gesichert. Der Chefarzt Frank Schröder steht als Ansprechpartner für die Angehörigen der positiv getesteten Patienten zur Verfügung und ist über die Pforte erreichbar. Bereits am Mittwoch, 16. Dezember, war zur Sicherheit ein Aufnahmestopp in die Akutgeriatrie der Klinik verhängt worden. red