Sehr ausgiebig fiel der Bericht nicht aus, den der Vorsitzende des Gartenbauvereins, Bürgermeister Herwig Neumann, bei der Hauptversammlung für die beiden letzten Jahre vorbrachte. "Wir schafften es im Frühjahr 2020 gerade noch, zwei Vorträge abzuhalten, die gut besucht waren. Aber der Schnittkurs am 13. März im Reisergarten war erst einmal die letzte Veranstaltung, die wir vor dem folgenden Lockdown durchführen konnten", so Neumann.

"Leider hatte sich dadurch nicht nur unsere übliche Mai-Wanderung erledigt. Auch bei unserem traditionellen Johannifeuer am Michelsreuther Berg wurden wir ausgebremst", bedauerte er die Corona-Situation. Zwar konnte der Sommer-Schnittkurs wieder stattfinden und von den Mitgliedern die Brückenbepflanzung in der Ortsmitte wieder vorgenommen werden. Doch die für den Herbst geplante Hauptversammlung und eine geplante Winterwanderung verhinderte dann wieder ein Lockdown. Das alles wiederholte sich fast identisch in diesem Jahr.

Und wenn man schon kein Glück hat, dann kommt meistens noch etwas Pech dazu: Bei den notwendigen Arbeiten im Reisergarten, die zwischendurch erledigt wurden, flog der Vergaser des Kreiselmähers auseinander und erforderte eine Neuanschaffung.

Aber es gab auch positive Aktionen. Mit den beiden Apfelernten waren die Verantwortlichen zufrieden. Jeweils rund 500 Kilogramm konnten bei der Kelterei abgegeben werden. Und nachdem es sich dabei um zertifiziertes Bio-Obst handelt, weil im Reisergarten nicht gespritzt und nicht gedüngt wird, war auch die finanzielle Ausbeute in Ordnung.

Bei den Aktivitäten im nächsten Jahr gab sich Neumann vorsichtig. Ein Ausblick auf 2022 sei derzeit Sternendeuterei. Angedacht hat er, wieder etwas Schwung in die Jugendgruppe zu bringen und die Mitgliederbasis von aktuell 285 zu vergrößern.

Entsprechend wenig gab auch der Kassenbericht von Thomas Hahn her: Durch fehlende Einnahmen und die Anschaffung eines neuen Wiesenmähers war gegenüber 2019 ein kleines Minus in der Kasse.

"Corona hat uns zwar ganz schön gebeutelt", stellte Kreisverbandsvorsitzender Günter Reif fest. "Trotzdem haben wir bei den teilweise starken Einschränkungen auf dem Land gewisse Vorteile gegenüber den Städtern. Unsere Gärten sind grüne Paradiese vor dem Haus und blühen vom Frühjahr bis zum Herbst. "

Bei den Neuwahlen ergab sich nur bei der Position des Schriftführers eine Änderung. Der Vorstand: Erster Vorsitzender Herwig Neumann, Zweiter Vorsitzender Günter Teufel, Kassier Thomas Hahn, Schriftführerin Gerlinde Muhr. Den Beirat bilden Bernd Birkholz, Heidrun Erlmann, Hannelore Fronzek, Udo Hahn, Enno Harles, Wolfgang Krause, Adolf Lauterbach, Helmut Löffler, Martin Obst, Brigitte Schröder und Anna Ströhlein-Lutz. Kassenprüfer sind Udo Hahn und Brigitte Schröder. dh