Bereits mehrmals wurde im Gemeinderat das Thema Feuerwehrgerätehaus Heßdorf diskutiert, das aufgrund der Unfallverhütungsvorschriften mehrmals beanstandet wurde und auch zu einer Verstimmung zwischen Feuerwehr und Gemeinde führte. Unweit des VG-Gebäudes ist ein Neubau geplant, allerdings braucht es bis dahin eine Lösung, und Kommandant Peter Bock ist heilfroh, dass es aufgrund der beengten Platzverhältnisse im jetzigen Gerätehaus noch zu keinem Personenschaden gekommen ist.
Deshalb hatte die Regierung von Mittelfranken zur Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften vorgeschlagen, am Gerätehaus Heßdorf einen Containeranbau zur Unterbringung der Umkleidespinde zu errichten. Zusammen mit der Feuerwehr wurde ein Anbau mit einer Größe von rund 60 Quadratmeter entwickelt.
Die Containeranlage soll an der Westseite des Gerätehauses aufgestellt und per Wanddurchbruch mit den bisherigen Räumen verbunden werden. Zur Umsetzung dieser Maßnahme wurden seitens der Bauhofleitung Kostenangebote von drei Firmen, getrennt nach Kauf und Miete der Containerelemente, eingeholt. Seitens der Verwaltung wurde zunächst eine Mietlösung vorgeschlagen. Günstigster Bieter ist die Firma Containi aus Weisendorf und die Miete würde für drei Jahre etwa 34 500 Euro betragen.


Werkstatt für Flüchtlingshilfe

Zudem hatte die Flüchtlingshilfe Heßdorf vor, im rückwärtigen Bereich des Gemeindezentrums eine Fahrradwerkstatt in Containerform zu errichten. Diese Einrichtung soll dazu dienen, für asylsuchende Personen Fahrräder zur Verfügung zu stellen und diese Fahrräder zu pflegen und zu warten. Ausgehend von einer dreijährigen Mietzeit eines Container ist mit Gesamtkosten in Höhe von rund 5500 Euro zu rechnen
Der Bürgermeister wies in der Diskussion darauf hin, dass nach seinen Erkenntnissen die staatlichen Behörden Asylunterkünfte zurückbauen bzw. zurückfahren. Es stellt daher die Frage der faktischen Notwendigkeit für einen solchen Fahrradraum. Für die Baumaßnahme ist eine baurechtliche Genehmigung erforderlich. Die notwendigen Haushaltsmittel müssten teilweise im Rahmen einer außerplanmäßigen Ausgabe zur Verfügung gestellt werden. Im Haushalt 2016 stehen Mittel in Höhe von 25 000 Euro für den Erwerb einer Containeranlage für den gemeindlichen Bauhof zur Verfügung; diese Mittel könnten in Anspruch genommen werden.
Rehder erklärte dazu, dass neue Erkenntnisse ihn zum Vorschlag bewogen haben, die Containeranlage zu erwerben, denn eine gemeindliche Weiterverwendung sei möglich und denkbar. Nach einer ausführlichen Diskussion wurde beschlossen, eine Containeranlage im unmittelbaren Anschluss an das Feuerwehrgerätehaus und eine Fahrradwerkstatt in Containerform im südlichen Bereich des Gemeindezentrums zu errichten. Die Containeranlage wird gekauft, die voraussichtlichen Gesamtkosten betragen rund 52 000 Euro.