Die Basketballer der Dresden Titans haben sich bei der ersten Auflage des ComWer-Cups in Coburg den Titel gesichert. Im Finale besiegte der Pro-A-Ligist den Ligakonkurrenten aus Crailsheim mit 84:74.
Steven Clauss, Headcoach der Dresden Titans, war nicht nur wegen des eigenen Erfolges voll des Lobes: "Sehr gut organisiert, eine tolle Halle, annehmbare Entfernung - wir kommen nächste Saison gerne wieder."
Auch Tim Michel, Headcoach des TV Langen, der auf Platz vier mit seinem Team kam, freute sich nach em letzten Spiel: "Wir freuen uns sehr, dass man uns eingeladen hat. Für unsere Jungs war es eine tolle Erfahrung, in einer solchen Halle und gegen derart starke Gegner zu spielen."
Und die Spieler wie Randal Holt, der Point Guard bei Dresden Titans, waren auch von der Verpflegung begeistert: "Ein tougher Test gegen zwei auch körperlich starke Mannschaften. Und das Essen war ebenfalls hervorragend."


Fischer begeistert

"Es war eine Augenweide, zwei Topteams wie Dresden und Crailsheim zuzuschauen. Die Geschwindigkeit und Präsenz, die solche Mannschaften auf das Feld bringen, ist schon Wahnsinn," äußerte sich Manuel "Bobby" Fischer, der BBC-Geschäftsführer, nach dem erfolgreichen Turnier des BBC Coburg.
Da gewann der Gastgeber noch das "kleine Finale" vor knapp 300 Zuschauern mit 82:68 gegen den ebenfalls in der 1. Regionalliga spielenden TV Langen.


Spiel um Platz drie gewonnen

BBC Coburg - TV Langen 82:68 (42:32): Trainer Simon Bertram, der Sasa Gligorovic nach muskulären Problemen schonte, veränderte im Vergleich zur Halbfinalniederlage gegen die Dresden Titans seine Anfangsformation und schickte zusammen mit Fabian Franke und Steffen Walde US-Flügel Jordan Burris, Eividas Molosciakas und Sebastian Wyczisk von Beginn an aufs Feld.
Vor allem Fabian Franke spielte sich schnell den Frust des Vortags von der Seele und nahm sofort das Heft in die Hand. Ein Tip-in nach Offensivrebound und eine schöne Give-and-Go-Kombination mit Walde, die der Rödentaler per Korbleger abschloss, sorgten für eine frühe 14:9-Führung.
Langen blieb aber stets in Schlagdistanz und hatte in Maxim Schneider einen umsichtigen Spielgestalter, der dem BBC im Auftaktviertel einige Schwierigkeiten bereitete. Ein "Monsterblock" von Burris und ein schön freigespielter Dreier aus der Ecke von Michael Herold sorgten dennoch für einen 22:14-Vorsprung nach zehn Minuten.
Im zweiten Spielabschnitt verloren die Hausherren zunehmend ihre Linie und die Südhessen kamen durch einen Dreier des ehemaligen Coburgers Chris Reinhardt zum 22:22-Ausgleich. Nach einer Auszeit mit deutlichen Worten von Simon Bertram fing sich der BBC jedoch schnell wieder und durch weitere Franke-Punkte per Fastbreak-Dunk und einen Layup von Jonny Tritscher bauten die Vestestädter ihr Polster bis zur Halbzeit erneut auf zehn Punkte aus.
Nach dem Seitenwechsel schlug die Stunde des Preston Ross: Der athletische US-Amerikaner in Diensten des TV Langen machte innerhalb kürzester Zeit 13 Zähler in Folge und brachte die Gäste sogar kurzzeitig in Führung (45:48, 23.). Ein Burris-Dreier und ein Zuckeranspiel hinter dem Rücken von Kevin Eichelsdörfer auf Center Daniel Stawowski, der mit Foul vollendete, drehten die Partie jedoch rasch wieder zugunsten des BBC.
Als Mitte des Schlussviertels Eichelsdörfer Fabian Franke, der am Ende auf herausragende 29 Punkte kam, per Lob-Anspiel bediente, war die Begegnung de facto entschieden (78:62, 35.). Die letzten Minuten nutzte BBC-Coach Bertram zur Umstellung auf eine Zonenverteidigung; am Spielverlauf und am souveränen Sieg seiner Schützlinge änderte das nichts.
Entsprechend zufrieden zeigte sich der Trainer nach dem Abpfiff: "Es war wichtig für die Psyche, das Turnier mit einem Erfolgserlebnis zu beenden. Meine Mannschaft hat die Ausfälle von Sasa Gligorovic und Andreas Albus gut kompensiert und eine solide Leistung geboten.
Der TV Langen ist ganz sicher kein Fallobst, sondern ein Team mit gehobenem Erstregionalliga-Niveau. Man hat gesehen, dass wir immer dann davongezogen sind, wenn wir mit viel Energie verteidigt haben und durch Ballgewinne zu leichten Punkten in der Offense gekommen sind. Nun müssen wir es schaffen, dieses Energielevel nicht nur phasenweise zu erreichen, sondern konstant aufrechtzuerhalten."


34 von 40 Minuten geführt

Der sportliche Leiter der Coburger, Matthias Haufer, war beim Blick auf den Statistikbogen ebenfalls angetan: "Wir lagen 34 von 40 Minuten in Führung, haben den Gegner also insgesamt klar beherrscht. Dazu hatten wir 21 Assists und 16 Steals, was auf solide Ballbewegung und aggressive Defense hindeutet. Nur die Zahl unserer eigenen Ballverluste müssen wir noch reduzieren, aber eine hohe Fehlerquote ist in der Saisonvorbereitung normal."
Eividas Molosciakas, litauischer Neuzugang bei den Vestestädtern, stellte eine Verbesserung gegenüber dem Halbfinale fest: "Dieses Mal haben wir nicht jeweils erst zehn Minuten nach dem Anpfiff angefangen, Basketball zu spielen. Defensiv kann ich dem Team bereits helfen, im Angriff fehlt die Bindung teilweise noch, aber daran arbeiten wir."
Beste Werfer BBC Coburg: Franke (29 Punkte / 2 Dreier), Walde (16), Eichelsdörfer (9 / 7 Assists), Molosciakas (8 / 7 Assists). - Beste Werfer TV Langen: Ross (23 Punkte / 4 Dreier), Schneider (12, 2).

class="artZwischenzeile">
Finale ein Zweitliga-Duell

Dresden Titans - Crailsheim Merlins 84:74 (56:38): Durch einen Dreier des ehemaligen deutschen Nationalspielers Konrad Wysocki lagen die Merlins im Duell der Zweitligisten schnell mit 3:0 in Front. Es sollte allerdings während der kompletten Spielzeit die einzige Führung für die Mannen des finnischen Trainers Tuomas Iisalo bleiben.
In der Folge spielten nur noch die Titans, bei denen Aufbauspieler Randal Holt seine hervorragende Frühform aus dem Halbfinale bestätigte. Er wirbelte durch die Crailsheimer Abwehrreihen und traf entweder selbst oder legte auf seine Teamkollegen David Sturner, Jervon Pressley und Helge Baues ab, die so immer wieder zu leichten Punkten kamen.
Zwar kamen die Merlins durch einen 9:0-Lauf kurz vor Schluss noch einmal heran, am Ende brachten die "Elbtitanen" den verdienten Turniersieg jedoch souverän über die Distanz.
Beste Werfer: Pressley, Sturner (je 16), Holt (15), Baues (13) - Griffin (14), Bradshaw (13), Wysocki (10). hau