Die Welt ist meine Vorstellung": Bis 31. Oktober 2020 stellt Rainer Morzik seine Collagen in der Stadtbücherei Coburg aus. Das gestalterische Spiel mit dem Zufall, die Fähigkeit, aus Vorhandenem etwas Neues zu machen, hat Morzik zu seinem ganz eigenen bildkünstlerischen Medium entwickelt: artistisch und existenziell. Was das Ausgangsmaterial betrifft, so ist es als solches immer erst herzustellen: aus Bildreproduktionen, Katalogseiten oder sonstwie bedruckten Papieren, die so zusammengefügt werden, dass Kompositionen im Grenzbereich von formal ausgewogener Abstraktion und der Illusion scheinräumlicher Tiefe entstehen. "Ich will die Brüchigkeit und Relativität genormter Weltansicht veranschaulichen, wie sie in meditativer Verinnerlichung wirksam sind", sagt Rainer Morzik. Er wurde 1949 in Coburg geboren, ist Maler und Grafiker und Mitglied des Berufsverbandes Bildender Künstler Oberfranken (BBK). Seine Arbeiten waren in zahlreichen Einzel- und Sammelausstellungen zu sehen, so unter anderem in Schloss Pommersfelden (zeitgenössische Kunst in Franken) oder der BBK-Ausstellung an der Akademie der Schönen Künste in Budapest. In der Stadtbücherei Coburg war er bereits 2003 und 2016 zu Gast. Die Bücherei ist Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 12 bis 16.30 Uhr geöffnet, Mittwoch von 9 bis 13 und Samstag von 9 bis 12 Uhr. red