Coburg — Die Fußgänger staunten gestern nicht schlecht, als sich am frühen Nachmittag bei bestem Wetter rund 60 Hobbyradler mit ihren Zweirädern auf dem Coburger Marktplatz versammelt hatten. Mit dabei waren ein Dutzend E-Bikes, die von den Zweiradhändlern Sport Wohlleben und Zweirad Martin aus Neustadt bereitgestellt wurden.
"Wir wollen einen schönen Nachmittag zusammen verbringen und im Rahmen der Radtour auf die Schwachstellen aufmerksam machen, die es bei den Radwegen in und Coburg herum gibt", erklärte Christina Biegner, Vorsitzende des Vereins "Junge Coburger". Vor allem bei der Beschilderung gebe es Defizite, die gerade junge Familien davon abhielten, mit ihren Kindern radeln zu gehen.
Nachdem Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) mit einer kurzen Ansprache die Veranstaltung eröffnet hatte, ging es vom Coburger Marktplatz auf einer rund eineinhalbstündigen Tour über Stock und Stein in Richtung Ernstfarm. Dort konnten die Teilnehmer bei einer wohlverdienten Stärkung nicht nur kostenlos ihr Gefährt durchchecken lassen, sondern auch bei einer Podiumsdiskussion ihre Anliegen formulieren. "Wir nehmen die Probleme ernst und wollen versuchen, die Schwachstellen in naher Zukunft zu verbessern", sagte Christina Biegner. "Ein verbessertes Radnetzwerk macht ganz Coburg für den Tourismus attraktiver", erklärte sie.
Zusätzlich bekamen die Zweiradfahrer auf der Tour an vier Haltestopps wie dem Rückert haus Informationen von Experten rund ums Thema Fahrrad. Unterstützung erhielt der Verein "Junge Coburger" unter anderem von der Hochschule Coburg.
Wer kein eigenes Rad dabei hatte, konnte sich eines der von den Händlern zur Verfügung gestellten E-Bikes ausleihen und es testen. Nicht nur die Anzahl an elektronisch unterstützten Fahrrädern nimmt konstant zu. "Die Bürger steigen immer häufiger auf Fahrräder um, weil sie vor allem in der Stadt die lästige Parkplatzsuche umgehen wollen und umweltbewusster werden", erklärte der Oberbürgermeister. Die Verantwortlichen wollen sich noch mehr um gut ausgebaute Radwege kümmern. sah