"Wir wollen den Gedanken-Turbo zünden. Wir schaffen hier Großes in Coburg. Ich freue mich total auf die Zukunft", sagt Peter Breidenbach. Der Mentalcoach des Handball-Zweitligisten HSC 2000 Coburg ist Kopf und Ideengeber des neuen vereinsinternen Ausbildungsprogrammes "HSC-Talentschmiede". Dabei handelt es sich nach den Worten des Trainers, der sich nicht nur um die Profis kümmert, sondern auch um viele Jugendliche beim HSC, um eine zweijährige Ausbildung zur "Siegertyp-Persönlichkeit". Die vielen Handball-Talente dürfen gespannt sein, was da in nächster Zeit alles auf sie zukommt.

Gorr: "Ein weiterer Meilenstein"

Es sei ein Pilotprojekt mit viel Euphorie. "Einmalig in ganz Deutschland", wie Breidenbach - lange Zeit selbst alleinerziehender Vater - am Dienstagabend bei eine Veranstaltung mit Spielern und Eltern des Klubs in der HUK-Arena versicherte. Die Verantwortlichen des Coburger Zweitligisten informierten dabei vor allem auch über "einen weiteren Meilenstein in der Jugendarbeit", wie es Geschäftsführer Jan Gorr nannte: Der HSC kooperiert nämlich mit dem Forschungs- und Anwendungszentrum für digitale Zukunftstechnologien (FADZ) in Lichtenfels. "Ziel ist es, unseren Jugendlichen für ihre Berufswahl Einblicke im Bereich der neuen Technologien zu ermöglichen, die alles andere als selbstverständlich sind", erläutert Gorr.

Persönlichkeitsentwicklung beim FADZ

Frank Carsten Herzog, Gründer des Unternehmens Concept Laser, gab den rund 160 Zuhörern informative Einblicke in die künftige Kooperation. Neben einer qualitativ hochwertigen sportlichen Ausbildung möchte der Sportverein und das Unternehmen nämlich die Nachwuchsakteure auch im Bereich Persönlichkeitsentwicklung bestmöglich unterstützen.

Herzog sagte, dass er und seine Mitarbeiter Vermittler sein wollen und den Jugendlichen Handwerkszeug an die Hand geben wollen. Die Talente sollen hinter die Kulissen schauen können, um den unterschiedlichsten Herausforderungen in Zukunft optimal begegnen zu können.

Jede Menge Spaß hatten die jungen Handballer und ihre Eltern auch an einem kurzweiligen Vortrag von Oliver Groß, Inhaber des "Rhetorikhaus", der ebenfalls einen Einblick in seine Arbeit gab. Denn Kommunikation spiele ja nicht nur im Sport eine zentrale Rolle. Der siebenfache Großvater ist froh, dass die Corona-bedingten Computer-Konferenzen langsam, aber sicher wieder weniger werden. Es sei über den Bildschirm mit nur kleinen Bilden von zahlreichen Gesprächspartner schwierig, richtig zu kommunizieren. Aber umso wichtiger sei eben die Rhetorik.