Coburg — 20 junge Coburger, die derzeit in den Fachbereichen Metalltechnik, Holztechnik und Elektrotechnik die duale Berufsbildung durchlaufen, waren im Rahmen des europäischen Programms "Leonardo da Vinci" drei Wochen bei Unternehmen in Belgien, Österreich oder Schweden. Dort hatten sie die Gelegenheit, in verschiedenen Unternehmensbereichen mitzuarbeiten.
Sieben Auszubildende beispielsweise, die zu Besuch in Göteborg waren, erhielten bei Volvo Einblicke in die Kfz-Fertigung, beim Kugellagerhersteller SKF waren sie mit Instandhaltungsarbeiten beschäftigt.
Das Projekt wurde durch die Berufsschule I Coburg organisiert, zum Abschluss wurde an die Auszubildenden das Zertifikat "Europass Mobilität" verliehen. Unterstützt wird dieser praxisnahe "Blick über den Tellerrand" von folgenden Unternehmen: Brose Fahrzeugteile GmbH & Co.KG, Dietze + Schell Maschinenfabrik GmbH & Co. KG, Federn Dietz GmbH, Haba Habermaaß GmbH, Hamuel Reichenbacher GmbH, Kaeser Kompressoren SE, Kapp Werkzeugmaschinen GmbH, Lasco Umformtechnik GmbH, Prysmian Kabel und Systeme GmbH, Saint Gobain IndustrieKeramik Rödental GmbH, Sinit Kunststoffwerke GmbH, SÜC, Unimatic Automationssysteme GmbH, Werkzeugmaschinenfabrik Waldrich Coburg und Zweckverband für Abfallwirtschaft in Nordwest-Oberfranken.
IHK-Präsident Friedrich Herdan begrüßte bei der Zertifikatsverleihung "das zukunftsweisende Engagement". Von dem Mobilitäts projekt profitieren laut Herdan alle Beteiligten: Die Auszubildenden, die sich durch den Auslandsaufenthalt geistig, kulturell, persönlich und fachlich entwickelt haben, die Unternehmen, die aufgrund weltumspannender Wertschöpfungsketten auf sehr gut ausgebildete Fachkräfte mit interkulturellen Erfahrungen angewiesen sind, und nicht zuletzt gewinne auch das duale Ausbildungssystem.
Im Schuljahr 2015/16 wird das Mobilitätsprojekt an der Berufsschule I fortgesetzt. Dann können weitere 20 Auszubildende von Coburger Firmen an Auslandspraktika teilnehmen. red