Noch ist es ruhig auf dem Gelände der Alten Schäferei Ahorn . Doch hinter den Kulissen wird fleißig am Programm für die kommende Ausstellungssaison gearbeitet, teilt das Team des Museums mit.

Unter dem Titel „Im Märzen der Bauer ... – Von Menschen, Tieren und ihren Arbeitsgeräten“ präsentiert das Team um Leiterin Chris Loos in einfühlsamer fotografischer Umrahmung landwirtschaftliche Geräte zur Feld- und Wiesenbearbeitung. Auf's Neue holt es sich die fotografisch-dokumentarischen Arbeiten von Cordula Kelle-Dingel ins Haus. Mehrere Monate begleitete sie den Tettauer Nebenerwerbslandwirt Achim Zipfel, der seine gesamten Flächen allein mit Pferden bewirtschaftet. Seine Arbeitsweise scheint unserer Zeit entrückt zu sein und liefert doch so viele wertvolle Impulse für den Umgang mit natürlichen und menschlichen Ressourcen.

Um den Besucherinnen und Besuchern eine attraktive und informative Ausstellung zu bieten, sind viele einzelne Arbeitsschritte notwendig. Die Vorbereitung beginnt schon Monate vor Ausstellungsbeginn. Grundlage ist ein durchdachtes Ausstellungskonzept, das einem roten Faden folgend Neues vermittelt, den Besucher aber nicht mit Informationen überfrachtet. Dazu müssen fachliche Inhalte textlich aufbereitet, leicht verständlich formuliert und schließlich in ansprechender Form grafisch aufbereitet werden.

Parallel dazu wird umfangreiches Fotomaterial gesichtet, werden Quellen recherchiert und Gespräche – in diesem Fall mit Landwirt Achim Zipfel und Fotografin Cordula Kelle-Dingel – geführt. Gemeinsam und im Team werden aus der umfangreichen Museumssammlung geeignete Objekte ausgewählt, umgelagert und falls notwendig auch restauriert. Während des Aufbaus findet dann jedes Objekt, jedes Foto und jede Texttafel wie vorab geplant den zugedachten Platz im Ausstellungsraum.

Relikte der Nutzung

Auch das Rahmen- und Veranstaltungsprogramm will geplant und organisiert werden. So möchte das Team sich in diesem Jahr gemeinsam mit interessierten Bürgern auf die Suche nach Spuren, Relikten und Elementen der menschlichen Nutzung unserer Landschaft begeben. Draußen auf Feld, Wiese und Wald entstanden typische Landschaftsstrukturen – für jede Region eigene und das landschaftliche Bild prägende.

Gleichzeitig laufen auch in dieser Saison die beliebten museumspädagogischen Programme, Reservierungen sind noch möglich. Und natürlich wird die ruhige Zeit des Jahres für die ein oder andere Reparatur und einen gründlichen Schönheitsputz genutzt.

Wie in jedem Jahr stehen auch für heuer der Töpfer- und Handwerkermarkt an Pfingsten sowie das Museumsfest am 16. und 17. September im Kalender. Ein kleinen Wermutstropfen gibt es allerdings: Wegen des derzeit hohen Krankenstandes muss der für 4. Februar geplante Schlenkermarkt abgesagt werden. „Das bedauern wir sehr und hoffen, dass wir Sie ab 1. April als unsere Besucher begrüßen dürfen“, äußert sich Chris Loos abschließend. red