Alexandra Kemnitzer

Die Mitglieder des Ausschusses für Infrastruktur , Bauen und Umwelt der Gemeinde Untersiemau besichtigten in der jüngsten Sitzung das neue Wohnbaugebiet „Scherneck III“. „Wir sind hier ein gutes Stück weiter“, freut sich Bürgermeister Rolf Rosenbauer, denn die Nachfrage nach Baumöglichkeiten in der Gemeinde ist hoch. Noch heuer sollen die Deckschicht und Pflasterarbeiten fertiggestellt und die Grundstücke an die Bauwerber übergeben werden können. 17 Grundstücke liegen im Erschließungsbereich und zwei weitere außerhalb. Die für das Neubaugebiet ausgewiesene Umleitung soll anschließend wieder hergerichtet werden.

Weitestgehend ist auch der Regenrückhalteraum „Fichterersgraben“ fertiggestellt. Für die Ansaat des „neuen“ Wiesenweges wird der Durchgang komplett gesperrt, um das Anwachsen zu ermöglichen.

Zukünftig LED-Beleuchtung

Im Zuge der neuen Erschließungsmaßnahme für Strom im Baugebiet Scherneck III muss die Anschlussleitung bis zum Bereich des ehemaligen Bankgebäudes seitens der SÜC neu verlegt werden. Im Zuge dessen könnte die Gemeinde mit anteiligen Kosten bei der SÜC und der Telekom für die Bestandsbeleuchtung in der Schulstraße bis zum Fußweg Richtung Stöppacher Straße neue Köcher für die zukünftige LED-Beleuchtung vorsehen. Im passenden Abstand soll mit der Aufstellung von fünf neuen Köchern rechtsseitig der Straße begonnen und die bisherigen Langfeldleuchten entfernt werden. Vier weitere Köcher, die linksseitig aufgestellt werden, sollen baldmöglichst folgen.

Für die Umgestaltung der Straßenbeleuchtung belaufen sich die Kosten für die fünf neuen LED-Leuchten auf 17.000 Euro. Für die vier weiteren Köcher ist der Aufwand moderat, weshalb das Gremium die Maßnahme einstimmig beschlossen hat.

In Deutschland soll der Ausbau von Windenergieanlagen erhöht werden. Ein entsprechendes Gesetz hat der Bundestag im Juli beschlossen. Vor allem sieht dieses verbindliche Flächenvorgaben für die Bundesländer vor. In Bayern müssen bis Ende 2027 insgesamt 1,1 Prozent und bis Ende 2032 insgesamt 1,8 Prozent der Landesfläche für Windenergie zur Verfügung stehen. Der Freistaat hat deshalb im aktuellen Landesentwicklungsprogramm Bayern vorgesehen, in jedem Regionalplan Vorranggebiete für die Errichtung von Windenergieanlagen festzulegen. Bisher gibt es im Regionalen Planungsverband Oberfranken-West 33 solcher Vorranggebiete für Windkraft . Sie umfassen insgesamt 2385 Hektar, was rund 0,7 Prozent der Regionsfläche entspricht. Zum Erreichen der Zielvorgabe bis Ende 2027 sind zusätzlich circa 1660 Hektar und bis Ende 2032 weitere 2590 Hektar an Vorranggebieten erforderlich.

Im Bereich der Gemeinde Untersiemau sind bisher keine Gebiete ausgewiesen. „Wir verfolgen die Thematik weiterhin, denn auch wir müssen uns mit dem Thema Windkraft auseinandersetzen“, führte der Bürgermeister aus. Basierend auf dem Bayerischen Windatlas 2014 und dem Windenergie-Erlass Bayern 2016 wurde die Umweltplanungshilfe für Kommunen aktualisiert. In dieser Karte wurden auch zwei Bereiche in der Gemeinde Untersiemau gekennzeichnet. Aufgrund von gesetzlichen Neuerungen soll der Kriterienkatalog für die Findung von Potenzialflächen in den kommenden Tagen neu beschlossen werden. Deshalb sind sich die Ausschussmitglieder darüber einig, die Entscheidung der Verbandsversammlung am 17. November abzuwarten. Wenn die Gemeindeverwaltung über den Regionalen Planungsverband Oberfranken-West nach dem Beschluss resultierende Flächen mit Erläuterungen erhalten hat, wird sich das Gemeinderatsgremium erneut mit der Thematik befassen. Hierbei könnten Potenzialflächen näher untersucht, geprüft und schlussendlich als geeignete Vorranggebiete gemeldet werden.

Dem Bauvorhaben im Kiefernweg 1 wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt. In der „Schopfenleite“ kann damit eine weitere Baulücke geschlossen werden.

Nachdem Wanderwege zum Teil sehr stark verschmutzt sind, wurde aus dem Gremium ein Aufruf über das Mitteilungsblatt an die Verursachenden angeregt. Des Weiteren wurde darauf hingewiesen, dass im Gemeindegebiet einige Objekte dringend einen neuen Anstrich benötigten. Das sollte bald gemacht werden.