Ihre unter dem Angriffskrieg der Russen leidenden Kollegen möchten die neun Seßlacher Stadtführer unterstützen: Sie vereinbarten, die Einnahmen aus den Turnusführungen 2021 den ukrainischen Gästeführern zu spenden. Wolfgang Pfister hat dem Bundesverband der Deutschen Gästeführer (BVGD) als Vermittler das Geld bereits überwiesen. „Wir möchten damit einen kleinen Beitrag leisten, denn die Kollegen werden derzeit wohl kaum Führungen durchführen können“, kommentierte Pfister.

Die diesjährigen Turnusführungen, die sonntags um 14 Uhr am Rathaus starten, beginnen nach der Winterpause wieder am Ostersonntag, 17. April, und dauern bis zum 2. Oktober. Sie kosten 5 Euro pro Person. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Schockiert von den Bildern aus der Ukraine wollte die Kirchengemeinde Heilgersdorf etwas tun, um die Folgen des Krieges zu lindern. Die Idee: Durch den Verkauf von Kuchen und Torten Spenden für die Katastrophenhilfe der Diakonie sammeln, um einen kleinen Beitrag zu leisten. „Dass am Ende weit über 4000 Euro zusammenkommen, hätten wir uns nie träumen lassen“, zeigt sich Pfarrer Tobias Knötig überwältigt von der Resonanz. An zwei Samstagvormittagen im März hatten jeweils sechs Helfer alle Stücke von über 40 selbst gebackenen Backerzeugnissen an den Mann oder die Frau gebracht.

„Es war der Wahnsinn“, berichtet Kirchenvorstandsmitglied Susanne Heubner, „schon eine Viertelstunde vor Schluss der zwei Stunden war alles weg.“ Nicht nur aus der eigenen Gemeinde, sondern aus dem ganzen Seßlacher Stadtgebiet seien Abnehmer wie Gebäckspender gekommen. Manche Hobbybäcker trugen gleich zwei Kuchen oder Torten bei. Friedenstauben zierten manche Backwerke. „Der Einsatz aller Beteiligten ist nur bewundernswert zu nennen“, sagt Pfarrer Knötig. bek